Wirtschaftsfaktor Krankheitssystem

Die Erforschung der Krankheiten hat so große Fortschritte gemacht, daß es immer schwerer wird, einen Menschen zu finden, der völlig gesund ist.

― Aldous Huxley

Das liegt vorwiegend an der Art, wie unser Verstand funktioniert: Mit Krankheiten kann er sich ad infinitum beschäftigen, Gesundheit dagegen macht seine Aktivitäten an dieser Stelle überflüssig. Über „Die Kunst, unglücklich zu sein“, lassen sich viele Bücher schreiben, doch über Zufriedenheit… läßt sich nichts sagen.

Gesundheit wird nicht erforscht. Sie ist weder für den Verstand besonders anziehend, noch ist sie Gewinn bringend.

Da der Körper des Menschen ein riesiges Symptom-Reservoir darstellt, ist er als Profit-Generator sehr attraktiv. Unkontrolliert, ungeregelt führt das letztendlich zum Schaden der Patienten, denn…

Forschung, Technik und Wirtschaft funktionieren bereits
auf einer der untersten Stufen (2) der menschlichen Reife.

Wenn wir nicht von einer höheren Warte (4) Geistiger Reife aus steuernd eingreifen, wenn wir nicht auch unsere HerzensIntelligenz einbringen, bleiben wir auf der abschüssigen Bahn und verpassen die Möglichkeit der Balance.

Geistige Reife  📌

Pharma-Industrie

Eine Schlagzeile im Januar 2018 lautete:

» Pharma dominiert Wachstum der Chemieindustrie «

…und das war noch vor (!) dem Auftritt des Virus „Corona“.

Von allen Sparten der chemischen Industrie verzeichnete der Pharma-Bereich bereits im Jahr 2017 das stärkste Wachstum: Ein Plus von 4,5 %.

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Was bedeutet das?

Wären die Inhaber und Manager der Pharma-Unternehmen seriös an der Gesundheit der Menschen interessiert, würde ihr Umsatz logischerweise irgendwann schrumpfen. Das ist aber nicht der Fall. Er steigt unentwegt.
Es ist also anzunehmen, daß eine andere Trieb-Feder (als die Gesundheit) das Geschäft in Schwung hält, nämlich: Der Gewinn.

Es macht einen großen Unterschied, ob tatsächlich die
Gesundheit oder ob der Profit…  die Triebfeder bildet!

Steht der Profit, also das Geld an erster Stelle, muß die Gesundheit auf den zweiten oder dritten Platz rutschen. Also ist zu erkennen, daß die Pharma-Industrie – aufgrund der Motivationslage – den Menschen großen Schaden zufügen kann.

Denn dann könnte man annehmen, daß sie womöglich lukrative Sparten bevorzugt und weniger lukrative (für die Menschen aber wichtige) zumindest vernachlässigt. Dann ist noch nicht eimal ganz auszuschließen, daß sie sich gar an der Erstellung von Ursachen beteiligt, aus deren Beseitigung oder Linderung sie in der Folge Kapital schlägt.

So ist es unter wirtschaftlichem Blickwinkel unmittelbar einleuchtend, daß zum Beispiel der Vertrieb eines Impfstoffs für eine große Masse an Mensch oder Tier für die Produzenten weit ergiebiger ist als ein gutes Medikament für eine überschaubare Zahl an Patienten.

Darum… gehört ihr Tun und Streben von
unabhängiger Seite effizient kontrolliert.

Daß die Prüfer den nötigen Sachverstand und eine Kompetenz, die sich auf dem neuestem Stand befindet mitbringen müssen, versteht sich von selbst.

Aus der Krankheit läßt sich ungleich mehr Profit schlagen, denn aus der Gesundheit. Folglich darf der Staat die Verantwortung für den Gesamt-Bereich „Gesundheit“ niemals aus der Hand geben!

Falls es zutreffen sollte, daß der Profit die Haupt-Motivation
darstellt, dann KANN diese Branche per se an der Gesundheit
der Menschen nicht wirklich interessiert sein. – Im Gegenteil.

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Macht

Je größer die Sparte dieser Industrie, desto größer die Gefahr, denn ab einer bestimmten Größe lockt neben dem Profit auch noch die Macht, die neben dem Profi-Streben eine nicht zu unterschätzende Gefahren-Säule bildet!

◾ Lobbyismus
◾ Aufkauf störender Unternehmen
◾ Andere Gefahren aus monetär begründeter Macht

Der Begriff Pharma-Industrie suggeriert auf den ersten Blick „fürsorgliches Bemühen um die Gesundheit der Bevölkerung“. Wir müssen davon ausgehen, daß dies nicht in vollem Umfang zutrifft!

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Forschung

KEINE geheime Forschung !

Alle Forschungsaktivitäten und -vorhaben sind (via Internet) öffentlich bekannt zu halten.

Zeit-identisch öffentlich bekannt zu machen sind:

◾ Zielsetzung
◾ Methodik
◾ Aktueller Stand
◾ Ergebnis

Das gilt ganz selbstverständlich auch für die pharmazeutische Forschung!

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Hat die Pharma-Branche wider Erwarten die Losung: „Gemeinwohl statt Reibach“ auf ihrer Fahne, sind die Bedenken vielleicht hinfällig.

Sollte es so aber nicht sein, brauchen wir ein waches Auge.
Wir dürfen nicht blind alles dem freien Markt überlassen.

Rebellion

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Demonstration von Protest

Protest ist der kleine Bruder der Rebellion.

Protest ist die unbewußte
Anerkenntnis von Macht.

Macht basiert einzig auf Anerkenntnis der selben.

Beispiel: Ein Befehlender hat aus sich heraus keine Macht über jemand anderen. Erst wenn der Befehlende als (über-) „mächtig“ angesehen und akzeptiert wird, erst wenn dem Befehlenden Folge geleistet wird, hat er Macht (gewonnen).

Ohne Gehorsam auf der einen Seite,
gibt es keine Macht auf der anderen.

• Ein Kind protestiert gegen die Anordnung seines Vaters.
• Aber kein Vater protestiert gegen die Anordnung seines Kindes.

Protest setzt
das Eingeständnis
von Ohnmacht voraus.

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Demonstration

In sogenannten Demokratien haben Demonstrationen eine wichtige Entlastungsfunktion und werden dort als „Errungenschaft“ verkauft.

Die Erlaubnis (Toleranz) zur Demonstration dient in erster Linie der Entspannung, nämlich der Ableitung der Energie von Unzufriedenheit.

Die Teilnehmenden haben/bekommen das Gefühl der Möglichkeit zur (Mit-)Gestaltung – zu ihrer Beruhigung. Solange diese Gaukelei funktioniert, kann die Einführung echter (!) Bürgerbeteiligung noch weiter aufgeschoben werden.

Hier einige Komponenten größerer (auch in Gewalt ausartender) Demonstrationen auf Seiten der Teilnehmenden:

Politik

  1. Latentes Bedürfnis nach Teilnahme an der Gestaltung, potenziell konstruktives Interesse an echter (!) Bürger-Beteiligung
  2. Ehrliche Empörung, ehrliches Interesse am Grund der Demonstration
  3. Naives Hoffen auf positive Wirkung der Demonstration

Psychologie

  1. Ohnmachtsgefühl gegenüber der Entscheidungs-Macht
  2. Gemeinschaftsgefühl durch Auflösung des Individuums in der „starken“ Masse
  3. Autoritätskomplex – Stellvertretende Reibung an „Vater“ Staat; Reife-Phase: Rebellion (3)

Gewalt

  1. Gefühl der Omnipotenz („schwarzer Block“)
  2. Rauschmittel Gewalt, Randale („schwarzer Block“)
  3. Selbst gerechtfertigtes und unbewußtes Ausleben destruktiver Anteile („schwarzer Block“)

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Die Rebellen-Phase

Leise löst sich das Band,
es entzweien sich zart die Naturen,
Und von der holden Scham
trennet sich feurig die Kraft.

– Friedrich von Schiller

Was geht in der Rebellen-Phase (3) der Pubertät ab?

  1. Suche nach dem geeigneten Gegner
  2. Überhöhung der Kraft des Gegners (Projektion)
  3. Maximaler Widerstand gegen den Gegner

Wurde die Konfrontation mit dem Vater (oder einer anderen geeigneten Person in der Umgebung) versäumt, bzw. stand dieser nicht zur Verfügung oder eignete sich nicht dafür, kann die Überhöhung so weit gehen, daß stellvertretend jemand anderes, zum Beispiel der ordnungsmächtige Vater Staat als Reibungs-Objekt herhalten muß.

Differenzierungen und Konstruktivität sind jetzt
nicht angesagt. Statt dessen: Klare Grenzziehung.

Das macht es für die übrigen Beteiligten nicht leicht. Im Idealfall (!) nehmen sie es nicht persönlich. Denn – auch wenn es sich anders anfühlt – es ist nicht persönlich!

Das gesamte Erfahrungs-Spektrum des Widerstands ist für den Pubertierenden außerordentlich bedeutsam! Er muß seine eigenen Konturen finden. Und das gelingt zunächst nur über Radikalität.

Wurde diese Phase gut durchgearbeitet, mündet sie ganz natürlich in der Erwachsenen-Reife (4).

Wird sie dagegen übersprungen, heißt versäumt, oder nicht gewagt, wird man versuchen, sie später nachzuholen – was sie, besonders für die jeweilige soziale Umgebung 😎 nicht gerade einfach macht!

Ziel ist: Körperlich und geistig
um die eigene Kraft zu wissen.

Es geht um das Gefühl
von Eigenständigkeit.

Kurzzeitige Gefängnisaufenthalte können auch schon mal Teil dieses Reifeprozesses sein.

In intelligent geführten Gesellschaften weiß man um diese Dinge und überläßt die Jugendlichen nicht ausschließlich sich selbst. Man wählt Initiationsriten, um die Energie dieser vergleichsweise schwierigen Entwicklungs-Phase sinnvoll zu kanalisieren oder überträgt schon früh zumutbare Verantwortung.

Ergebnis: Anerkennung durch gleichwertige Behandlung im Kreis der Erwachsenen.

Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.

– Mark Twain

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Macht & Rebellion ― oder: Wandlungen               

                6 – Krieg
            5 – Revolution
         4 – Revolte
      3 – Rebellion
   2 – Demonstration
1 – Protest

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Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grund-Recht und Sport eines jeden Deutschen.

– Otto von Bismarck

Dein leichter Spott hat seine Gründe, denn…

  • Protest ist die sanfteste und eine unverbindliche Art, des Anderen Stärke zu bestätigen.
  • Demonstration hat – als kleine Schwester der Rebellion – schon etwas mehr Energie, als der Protest.

Protest, Demonstration und Rebellion sind unbewußte Formen der indirekten Anerkenntnis von Macht. Denn (die vermeintliche) „Macht“ basiert einzig und allein auf der Anerkenntnis der Macht.

Macht
ist letztlich nichts anderes,
als das Resultat von Projektion des Schwachen.

Der Schwache ist nur vermeintlich der Schwache.
Der Mächtige ist nur vermeintlich der Macht Habende. 

Macht setzt Projektion des vermeintlich Schwachen voraus, eine Projektion von übersteigerter Größe und/oder Stärke (Kraft). Und das geschieht immer von vermeintlich unten nach vermeintlich oben.

Rebellion ist ein ungenanntes
Eingeständnis von Ohnmacht.

Macht ist keine objektive Größe, sondern das Resultat von bi-polar-synchroner Projektion: Der vermeintlich Schwache projiziert die Schwäche auf sich selbst und gleichzeitig die Stärke auf den vermeintlich Mächtigen.

Ebenso umgekehrt: Allein das Bewußtsein von Stärke auf dieser Seite läßt die „Macht“ auf der gegenüberliegenden Seite bröckeln, da diese auf einem bloß psychologischem Grund basiert, nämlich auf Projektion.

David und Goliath:

Goliath wirkt übermächtig groß und stark und bringt zudem noch Kampferfahrung in den Ring. David dagegen wirkt klein und zerbrechlich und ist in Kampfes-Dingen unerfahren. Dennoch gewinnt David den Fight.

Conclusio: Es kommt nicht auf die „objektive Stärke“ an, sondern auf die psychologische: Der kleinere David sieht sich selbst als stärker an, also als psychologisch größer und den Goliath als weit schwächer, also psychologisch kleiner, als sich selbst.

Michelangelo führt uns auf seine Weise in diese Szene ein und zeigt die Entschlossenheit, diese psychologische Stärke, mittels seiner Marmor-Skulptur des David

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Allein
das Wissen um
die Stärke auf der einen Seite
läßt die „Macht“ auf der anderen schmelzen.

Der Junge rebelliert nur so lange gegen seinen „großen“ Vater, wie er Übermacht und Stärke auf ihn projiziert (2). Sobald der Bursche sich seiner eigenen Kraft bewußt wird, ist Rebellion obsolet.

Revolution geschieht, wenn sich
…die Machtverhältnisse ändern.

Im jungen Mann hat sich – in Bezug auf seinen Vater – eine Revolution vollzogen (3). Die Dinge sind nicht mehr, wie sie gestern noch waren, das Verhältnis ist unumkehrbar ein anderes geworden. Sein Status hat sich geändert. Er ist gereift (4).

Von nun an (aber erst jetzt!) kann der Sohn den Vater auf einer erwachsenen Weise lieben, bisher war es eine kindliche. Und erst jetzt begegnen sich beide auf Augenhöhe.

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Michelangelo´s David (Details) – http://little-zensations.tumblr.com/

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Terrorismus

Terrorismus = ist, die etablierte Macht eines befriedeten Gebietes mit den Mitteln roher Gewalt in Frage zu stellen.

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Weltrevolution

Nur die Weltrevolution kann und wird den dauerhaften Frieden schaffen.

– Karl Liebknecht

Die Idee einer Weltrevolution
ist ein Höhepunkt der Naivität.

Sie würde sehr viel Gewalt voraussetzen – und keinerlei Gewinn bringen. Für Niemanden.

Revolution = ist immer ein nur lokales Ereignis, das ein großes Pulverfaß an Unzufriedenheit voraussetzt und den Umsturz der aktuell bestehenden Ordnung zur Folge hat.

Die Unzufriedenheit der Masse ist ihre Grundvoraussetzung.

Alles andere ist militärisch oder paramilitärisch organisierte gewaltsame Durchsetzung einer neuen Ordnung durch letztlich eine Person oder durch eine kleine Gruppe von Macht-Habenden, also ein Staatsstreich (von innen) oder ein Krieg (von außen), aber… keine Revolution!

Revolution ist der Beleg für eine gravierende Un-Balance. 

Die Revolution ist die ruckartige Nachholung verhinderter Entwicklung.

– Karl Marx

Da hat er Recht, der Mann:

Revolution ist
der verspätete Versuch,
eine Un-Balance zu korrigieren.

Mit Menschen, die mit sich selbst, mit ihrer Umgebung und den wirtschaftlich-sozialen, sowie den rechtlichen Gegebenheiten zufrieden sind, ist keine Revolution zu machen.

Wird auch nicht gebraucht – sofern erforderliche Entwicklungen nicht zu lange aufgeschoben, verpaßt oder gar verhindert werden.

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Balance

Balance… ist der natürliche Zustand.
Sie ist die Voraussetzung für eine harmonisch funktionierende Gesellschaft.

Eines der stärksten Mittel zur Gewährleistung von Balance in einer Gesellschaft und damit zu ihrer Befriedung, liegt in der Bereitstellung der Möglichkeit zur Echten (!) Bürgerbeteiligung: 

Bürgerbeteiligung  📌

Macht

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Macht ist potenzielle Energie.

Diese an Personen gebundene Energie ist zunächst komplett neutral.
Intention und Grad an Geistiger Reife… bestimmen ihre Auswirkung.

Den  M i s s b r a u c h  von Macht nennen wir Gewalt.

Paradox

Wir brauchen keine (…) Staats“gewalt“ in Form von Repression.

– Christian Fender

Ja, die brauchen wir nicht. 

  • Repression ist eine Mißbildung von Macht.
  • Staatsgewalt ist aber nicht per se bereits Repression. 

Die Staatsmacht, oder der starke Staat hat zur Aufgabe, kraftvoll, also erfolgreich den Raum frei zu halten für bestmögliches Gelingen des freien Handelns seiner Bürger.

So erlebe ich die Straßenverkehrsordnung zwar als eine Einengung MEINES freien Handelns, die jedoch in der guten Absicht verfaßt wurde, ein möglichst freies und reibungsloses Interagieren ALLER Beteiligten zu ermöglichen.

Diese Art Einengung
ist nicht Repression.

Sie ist mir neben der Einschränkung durch Reglementierung, gleichzeitig auch ein staatlich (gemeinschaftlich) geschützter Raum der Freiheit.

Wollen wir das Handeln einer Staatsmacht in einer konkreten Situation bewerten, müssen wir die Intention der Leitung dieser Macht kennen.

Eigentum

Mir geht es nicht darum, bekannt zu sein. Mir geht es um Klimagerechtigkeit und um einen lebenswerten Planeten. Unsere Zivilisation wird für die Chancen einer kleinen Gruppe von Menschen geopfert, die immer mehr Geld verdienen wollen.

– Greta Thunberg (vor Schülern in Katowice/Polen)

Wir verbeißen uns gerne mal an den überschaubar Wenigen, die das meiste verfügbare Geld verwalten und… den Hals immer noch nicht voll kriegen.

Gestern gab ich meinem Gast-Bolonka namens Djin ein Stück Wurst und wollte ihn platz-technisch ein wenig umdirigieren. Der deutete mein Insistieren wohl so, daß ich ihm dieses kleine Stück Wurst abspenstig machen wollte. Da hat er mir mal kurz seine Waffen gezeigt, seine Zähne, seine ganze Kraft und Kampfbereitschaft.

So ähnlich halten wir´s mit allem, was wir „Eigentum“ nennen. Hier zeigen wir unser wahres, unser archaisches Gesicht – ohne jeden kulturellen Schnickschnack.

Es ist mir klar, daß über das viele akkumulierte Geld auch Macht generiert wird – was ein gewisses Problem darstellt, weil diese… die staatliche Macht unterläuft.

Dennoch wäre es dumm, Ärger auf die Wenigen zu projizieren, sie quasi als Projektionsfläche zu mißbrauchen – indem wir unser eigenes Verhältnis zum Eigentum hochladen, nur um es uns nicht selber ansehen zu müssen, denn:

Prinzipiell (psychologisch) unterscheiden wir uns nicht gravierend von den wenigen Super-Reichen — bloß in den Möglichkeiten. 😮

Aus sehr vielen Gründen gleichzeitig… kommen wir jetzt nicht mehr umhin, uns dieses Themas anzunehmen. Jeder einzelne von uns. Ohne Ausnahme. Ob wir wollen, oder nicht. Es rollt bereits.

Zitat: „…kleinen Gruppe von Menschen … die immer mehr Geld verdienen wollen.“

Wir müssen zwischen Geld verdienen
und Reibach machen…  unterscheiden.

Philosophie & Politik

Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.

— Hannah Arendt

Das kommt auch so gut wie gar nicht vor, Hannah, daß sich ein die Weisheit Liebender für politische Ränkespiele interessiert, denn zwischen diesen beiden Ebenen klafft ein enormer Höhenunterschied.

Es gibt keine Nähe zwischen diesen beiden Typen: Wer sich zu dem Einen hingezogen fühlt, interessiert sich nicht für das Andere.

Doch für den Fall, daß wir uns dafür entscheiden, auf unserem Planeten in Würde leben zu wollen, müssen wir die Philosophie, also Weisheit & Wahrheit auch in die Politik, in die Parlamente einladen. Dazu gibt es keine Alternative. Wie wir das hinbekommen, das ist ganz uns überlassen.

Zweitens: So wie ich den Begriff Macht im Kontext deines Satzes lese, setzt du sie hier kurzerhand mit Machtmißbrauch gleich.

Doch das ist nicht zwangsläufig der Fall: Es hängt vom Grad der Geistigen Reife ab, ob jemand die ihm anvertraute Macht zum Segen gebraucht oder zum Schaden mißbraucht.

Ein reifer Mensch…
kann Macht nicht mißbrauchen.  

Und ein unreifer Mensch kann sie wohl kaum nicht mißbrauchen.

Geistige Reife 📌

Physische Strafen

Wenn physische Strafen oft wiederholt werden, bilden sie einen Starrkopf, und strafen Eltern ihre Kinder des Eigensinnes wegen, so machen sie sie nur noch immer eigensinniger.

– Immanuel Kant

Ich bin dafür, daß man diesen
Blödsinn einfach bleiben läßt.

Sie sind in jedem einzelnen Fall demütigend und Gewalt an Schwächeren, die noch unseren Schutz benötigen und nicht… einen Mißbrauch von Macht.

Daß sich derart mißhandelte Kinder „starrköpfig“ verhalten, braucht nicht zu verwundern: Wie anders können sie sich schützen und ihre Würde bewahren?

Wenn sich die Eltern hilflos fühlen, sollen sie pädagogisch-psychologische Hilfe suchen oder sich unter einer Eisenbahnbrücke ausschreien, die Psyche der Kinder aber sollen sie so wenig verkorksen, wie eben möglich.

Ein Problem ist: Wer ein Auto steuern will, muß… 18 Jahre alt sein und zwei Prüfungen ablegen, eine theoretische und eine praktische.

Wer deutscher Bundeskanzler werden will, braucht bloß… 18 Jahre alt zu sein und die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen, das langt schon. Ein Mandat im Bundestag ist dafür nicht erforderlich.

Wer Kindern zur Geburt verhilft, muß
nur… die Geschlechtsreife mitbringen.

Ein Reifezeugnis bezüglich des Geistigen wird hier (wie auch am Kabinettstisch) nicht erwartet. Sachliche, pädagogische, psychologische und empathische Befähigung… ebenfalls nicht.

Das heißt: Jeder Idiot darf sich an parteipolitischen Machtspielchen berauschen und/oder Jahrzehnte lang Kinder betreuen – ob er die nötige Reife dafür mitbringt, oder nicht.

Beide Parteien sollten doch wenigstens einmal danach befragt werden, WARUM jemand unbedingt in ein Parlament will und aus welchem Grund jemand dringend ein Kind in seine Welt setzen will.

Ehrliche Antworten würden uns wohl schockieren.

Zu einem viel zu hohen Prozentsatz sind es niedrigste (!) Beweggründe – fernab der Erwachsenen-Reife (4), welche doch erst den Sinn von und für Verantwortung erkennen läßt.

Wissen – Macht – Reife

Einer kann sehr viele Kenntnisse haben, ohne darum die mindeste Macht zu besitzen, während ein anderer die höchste Gewalt hat bei blutwenigen Kenntnissen.

– Arthur Schopenhauer

Wenn du damit dem Satz des Francis Bacon: „Wissen ist Macht“ widersprechen möchtest, ok. Aber dem Gebilde aus…

1. Kenntnis (Informations-Wissen) und
2. Höchste Gewalt (Macht) fehlt das dritte Element, die
3. Geistige Reife (Weisheit).

Der Grad der Reife des Kutschers bestimmt den Weg,
den eine Kutsche aus Wissen und Macht einschlägt.

◾ Wissen
◾ Macht
◾ Reife

Ohne die nötige Reife, ohne die Bereitschaft für Weisheit, ohne intelligente Steuerung führt die Kombination aus Wissen und Macht kurz-, mittel- oder langfristig ins Unheil.

Bisher haben wir (zu) viel Wert auf Wissen gelegt und einige sind scharf darauf, Macht ausüben zu können – nur ist die Reife derer oft nicht üppig gediehen.

Also sollten wir den Schwerpunkt verlagern und mehr als bisher Wert auf die Geistige Reife legen und dafür sorgen, daß möglichst viele Leute mit der erforderlichen Reife in machtvolle Positionen gelangen.

Ja, das ist kein einfaches Unterfangen, denn…

Ehrgeiz liebäugelt mit der
Macht, nicht mit Weisheit.

Und dennoch müssen wir uns genau darum kümmern, wenn wir zukünftig gemeinschaftlich so leben wollen, daß von „menschenwürdig“ die Rede sein kann.

Macht & Philosophie

Wenn nicht entweder die Philosophen König werden, oder die, die man heute Könige und Machthaber nennt, echte und gründliche Philosophen werden, und wenn dies nicht in Eines zusammenfällt: die Macht und die Philosophie, so wird es mit dem Elend kein Ende haben.

– Platon

Fünfzig Jahre später (ca.310 v.Chr.) ist Mengzi, ein chinesischer Lehrer, durchs Land gezogen, um – im selben Sinne wie Platon – die damaligen Machthaber dort entsprechend eindringlich zu beraten.

Er hat nicht lange herum philosophiert, sondern sich über vierzig Jahre auf den Weg gemacht, um die Macht habenden Herren aufzusuchen, die es – im Sinne des Wohls der Bevölkerung des jeweiligen Reiches – dringend nötig hatten.

Die Sache geht aber nicht nur den Platon oder den Mengzi etwas an, denn:

Wir Heutigen stehen vor dem selben Problem, daß Macht und
Weisheit keine oder nur äußerst selten eine Liaison eingehen.

Daß Macht mit Dummheit, mit Parteilichkeit und anderen Formen des Egoismus spontan zusammenfindet, ist üblich, das ist der Normalfall.

Nur gelegentlich gibt es den Sonderfall. Den bemerkt aber kaum jemand. Der ist nicht interessant, nicht sensationell: Er macht keine Schlagzeilen.

Wir sollten Platon helfen und versuchen, die Möglichkeiten herauszufinden, wie…

Macht & Weisheit
zusammenfinden.

Eignung  📌

„Man muß nicht nur den besten Staat im Auge haben, sondern auch den möglichen.“

― Aristoteles

Diesen Satz des Aristoteles verstehe ich jetzt mal als Replik auf den des Platon.

Zu Recht, denn es stellt sich die Frage nach dem Verhältnis der Zahl an Menschen mit einem guten Draht zur Weisheit zur Anzahl der Menschen, die in hohen und führenden politischen Ämtern gebraucht werden.

Grundsätzlich hat er Recht, der Platon. Nur sind diejenigen, die es in diese Ämter schaffen, von einem anderen Schlag als diejenigen, welche sich der Weisheit öffnen.

Beide Qualitäten werden wohl eher selten gleichzeitig und in gleicher Gewichtung in einer Person zu finden sein.

Dennoch braucht es auf den Führungs-Ebenen
beides gleichzeitig: Führungsstärke & Weisheit.

Weisheit, die innen nicht vorhanden ist, muß von außen eingebracht werden.

Also müssen die Parlamente die Tore öffnen und die Weisheit freundlich einladen, an den Beratungen zu wichtigen Entscheidungen teilzunehmen, um ihre weisliche Kompetenz dort einfließen zu lassen.

Erste zaghafte Schritte auf dem Weg dorthin kann ich in den Ethik-Kommissionen und -Räten sehen.

Macht & Liebe

Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht
überwindet, erst dann wird es Frieden geben.

– Jimi Hendrix

Wer die Macht sucht, und eine Gelegenheit findet, sie auszuüben, wird sie, sofern er sich nicht eines außergewöhnlich hohen Grades an Geistiger Reife erfreut, mißbrauchen.

Wer sich der Macht der Liebe anvertraut, ist dagegen komplett immun gegen die Versuchung, Mißbrauch zu betreiben.

An Macht an sich ist nichts verkehrt –
nur reißen sich nicht die Edlen um sie.