Begriffe

 .

Definition & Erklärung

Definitionen und Erklärungen dienen dem Verständnis, denn die Bedeutung der Begriffe ändert sich von Zeit zu Zeit, von Ort zu Ort und von Mensch zu Mensch.


Sprache

Sprache = ist ein Hilfskonstrukt in Sachen Mitteilung und Verständigung.


Definition

Definition = ist ein nützliches Hilfskonstrukt im Bereich von Sprache. Sie unterstützt die Exaktheit und erleichtert damit die Verständigung. Zudem ist sie der Versuch, das Eine mit dem Anderen erklären zu wollen.

Einiges läßt sich leicht, anderes weniger leicht oder gar nicht beschreiben oder erklären. Manchen Phänomenen können wir uns begrifflich lediglich annähern – mehr geht nicht.


Differenzierung

Wir können und sollten zunächst unterscheiden zwischen…

A – Wesentlichem / Bedeutendem (immateriell)
B – Wichtigem / Nicht-Bedeutendem (materiell)

„Nicht-Bedeutend“ ist hier jedoch nicht gleich = „unbedeutend“. Des weiteren empfiehlt sich des einfacheren Verständnisses wegen im materiellen (also auch gesellschaftlichen) Bereich eine weitere Differenzierung:

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B – Wichtiges / Nicht-Bedeutendes 

B1 – Wichtiges
B2 – Nützliches
B3 – Unterstützendes
B4 – Belangloses
B5 – Überflüssiges
B6 – Schädliches

B1 – Wichtiges (Beispiele: Leben, Nahrung, Freiheit, Wohnung Teilhabe, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Möglichkeiten der Selbstentfaltung, Weisheit)

B2 – Nützliches gehört dem sozialen Feld, bzw. dem Materiellen an, es fördert unseren Wohlstand. (Beispiel: Der gesamte Produkt-Bereich von Wirtschaft und Handel) Achtung: Nicht alles Nützliche ist gleichzeitig auch wichtig und: Nichts Nützliches ist bedeutend oder wesentlich.

B3 – Unterstützendes hat keinen Wert an sich, sondern bezieht seinen Wert erst und nur im wert-untergeordneten Zusammen-Wirken mit dem Nützlichen. (Beispiel: Werkzeuge aller Art)

Diese genannten Drei sind ohne einen Bezug nicht denkbar.

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A – Wesentliches / Bedeutendes

A – Bedeutendes (oder Wesentliches) ist bereits immateriell. Es gehört auch nicht mehr dem Sozialen an. Wesentliches liegt an der Schwelle zum Geistigen, zum Geistlichen, zum Spirituellen. (Beispiele: Freude, Weisheit, Vertrauen, Mitgefühl, Wahrheit, innere Stille, Intelligenz, Liebe)

  • Bedeutendes ist bezuglos.
  • Bedeutendes ist nicht objektivierbar.
  • Bedeutendes ist nicht objekthaft, nicht handhabbar.
  • Bedeutendes ist weglos erreichbar: Es ist immer schon längst da.

• Das Besondere am Bedeutenden: Ein Sich-Einstimmen reicht hier bereits aus.

• Begründungen und Beweise gehören noch dem Verstand an. In den Bereichen des Bedeutenden oder Wesentlichen sind sie irrelevant.

• Gelegentlich folgt jemand der Idee: „Wird eine Aussage mit Verkomplizierungen angefüllt, gewinnt sie damit an Bedeutung.“ Dem ist nicht so: Bedeutendes kann auf einfache Weise mitgeteilt werden. Alles andere, alles was kompliziert klingt, ist vielleicht (!) nützlich, aber nicht bedeutend.

Beispiele für Bedeutendes oder Wesentliches:

  • Erkenntnis
  • Wahrheit
  • Ehrfurcht
  • Schönheit
  • Freiheit
  • Heiterkeit
  • Intuition
  • Zufriedenheit
  • Heilung
  • Vertrauen
  • Freude
  • Mitgefühl
  • Dankbarkeit
  • Harmonie
  • Stille

All dies befindet sich bereits jenseits des Materiellen und auch jenseits der Anhaftungen. Zum Wesentlichen bekommen wir den Zugang erst dann, wenn wir bereit sind, den Wirkungsbereich und die Enge des Verstandes, wenn wir bereit sind, die Horizontale zu verlassen.

Klugheit_Weisheit+


Wert

Honig ist für einige Menschen wertvoll, für andere ganz besonders wertvoll. Den Bienen auch – aber aus anderen Gründen. Die Fliege bevorzugt den Misthaufen.

Jeder Wert hat einen Bezug. Andernfalls sprechen wir von „wertlos“.

Wert steht in Bezug zur
Absicht des Wertenden.

Die Höhe des Wertes bemißt sich nach der Wichtigkeit des Bewerteten… im Auge des Wertenden.

Kein Wert ist absolut.

Werte sind individuell
und…  temporärer Art.


Glaube

Glaube = ist ein auf Permanenz angelegtes Vorstellungs-Konstrukt, eine selbst gewählte Einengung, auf die Dinge zu sehen, eine selbstgewählte Fixierung.


Unterscheidungen

Differenziert werden muß zwischen:

  • These
  • Sehen
  • Wissen
  • Theorie
  • Ahnung
  • Einsicht
  • Annahme
  • Gewißheit
  • Erfahrung
  • Erkenntnis
  • Gläubigkeit
  • Information
  • Mutmaßung

Des Weiteren zwischen:

Denken (+ Wertung + Einordnung) in: Meinung, Überzeugung, Standpunkt, Weltbild und…

(außerhalb des Kognitiven):

  • Weisheit
  • Intelligenz
  • Geistige Reife

Vermeintliches „Wissen“

Das meiste Wissen ist…
vermeintliches Wissen.

Gutenberg, Google, Wikipedia & Co können jede Menge vermeintliches Wissen verbreiten, aber keine einzige Erkenntnis.

Vermeintliches Wissen – aufgenommen
als nun „eigenes Wissen“ ist Gläubigkeit.

Wissen = ist (in Wirklichkeit) gängige Mutmaßung, nicht Wissen.

Echtes Wissen beruht auf unmittelbarer und integrierter Erfahrung oder Erkenntnis.

In diesem Sinne ist die Ansammlung von Information unabhängig ihrer Qualität kein Wissen, sondern Information.

Selbst wenn sich – wie damals in Alexandria – das gesamte Wissen unserer Zeit in Rauch auflösen würde: Die Weisheit und die vielen Ausdrucks-Formen der Intelligenz wären immer noch und zu 100% im aktiven Modus… vorhanden.


Wissenschaft

Die Wissenschaft ist ein Produkt des Verstandes.

Wissenschaft = ist ein Konglomerat forschenden Sachverstands.

  • Die Summe der entdeckten Gesetzmäßigkeiten in der Natur nennen wir Kosmos.
  • Die Summe der unentdeckten Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge nennen wir Chaos oder Zufall.

Die uns bekannte Wissenschaft basiert auf der Idee der Objektivierbarkeit und setzt sich damit selbst enge Grenzen, da das Wenigste objektivierbar ist.

Echte Wissenschaft (Science) dagegen schließt prinzipiell nichts aus ihrem Beobachtungs- und Untersuchungs-Potenzial aus. Auch nicht das forschende Subjekt.

Rangfolge ihrer Methoden:

1. Beobachtung
2. Systematisierung

3. Experiment
4. Analyse

5. Veröffentlichung
6. Praktische Umsetzung

Wissenschaft = ist der unermüdliche Versuch, den „Plan Gottes“ und seine „Bedeutung“ zu entschlüsseln, um sie dem intellektuellen Teil des Verstandes begreifbar zu machen, mit der Absicht, „eigene“ Entdeckungen und Kreationen zum Wohl der Menschen zu ermöglichen.

Die Ideen von „Plan“ und „Bedeutung“ sind dazu – unausgesprochen – im Sinne von Wirklichkeit, vorausgesetzt.

Ein anderer Teil der Wissenschaft arbeitet Relevanz-geleitet.

Dringend erforderliche Differenzierung:

Objektive Wissenschaft
Sie kann sowohl des Verfahren, als auch das Ergebnis objektivieren.

Subjektive Wissenschaft
Sie kann das Ergebnis kommunizieren, aber nicht das Verfahren.


Theorie

Theorien sind vorweggenommene Erklärungen von „natur-gesetz-lichen“ Zusammenhängen – und als solche immer nur vorläufig – dennoch können sie (zum Teil) sofort funktionieren!

  1. Nicht so wichtig ist, ob Theorien „wahr“ ist. Sie sind es per se nicht (siehe Axiom). Ebenfalls nicht so wichtig ist, ob sie verifiziert sind oder falsifiziert werden können.
  2. Wichtiger ist, ob sie funktionieren.
  3. Noch Wichtiger ist, ob ihre Umsetzung relevant oder nützlich ist.
  4. Entscheidend ist, daß ihr Gebrauch keinen Schaden anrichten kann.

Methodik

Mit der Objektivierbarkeit als Voraussetzung engt sich die Wissenschaft per se ein und verabschiedet sich damit selbst aus einer intelligent aufgestellten Wissenschaft, denn:

Wissenschaft darf
nichts ausschließen!

Andernfalls agiert sie ideologisch oder sektiererisch, aber nicht wirklich wissenschaftlich. Unsere Wissenschaft, will sie als solche anerkannt und geschätzt sein, muß lernen, andere Formen der Wissenschaft und deren Methoden (!) wertzuschätzen, denn jede Wissenschaft hat ihre Existenzberechtigung mit den eigenen, ihr immanenten Methoden.

Unsere Wissenschaft will die Dinge via Logik auf Linie bringen. Das Problem ist aber, daß die Dinge selten linear sind, sondern meistens komplexDie Logik hilft uns nur in den oberflächlichen und praktischen Bereichen der Dinge.

Zitat: „Naturgesetze sind unveränderbar und überall gültig.“

Wer bestimmte Methoden über das Praktische hinaus zu einem „wissenschaftlichen Dogma“ erhebt, hat die seriöse Abteilung der Wissenschaft verlassen. Er opfert die grundsätzliche Offenheit für Intelligenz… zugunsten einer fanatisch erscheinenden Verengung.

Wir können Formeln, die sich als brauchbar erweisen, nutzen, ohne daß wir ein Glaubensbekenntnis um sie herum weben müssen/sollten.

  • Es gibt keine Zeit  dennoch ist es auf der sozialen Ebene (Horizontale) sinnvoll, Uhr und Kalender zu benutzen.
  • Das Placebo hat seine Berechtigung aufgrund seiner Nützlichkeit, nicht über die (fehlende) wissenschaftliche Erklärung seiner Wirkung.
  • Obwohl sie nicht wirklich existieren sondern bloß Ideen sind, haben auch andere Konstrukte ihren Sinn, wenn sie über die praktische Anwendung ihre Nützlichkeit belegen.

Experiment

Experiment = ist vorbereitete, begrenzte und kontrollierte Erfahrung plus eine Wette darauf, daß die Prognose eintritt.


Respektieren der Grenzen

Unter dem Gesichtspunkt der Würdigung der Wahrhaftigkeit und der Intelligenz ist es unabdingbar, daß Wissenschaft drei Segmente anerkennt:

1. Den Bereich des Bekannten
2. Das große Feld des noch Unbekannten
3. Den unendlichen Bereich des niemals Kennbaren

Derzeitige Wissenschaft versucht, das Segment des Bekannten zu vergrößern und somit das des noch Unbekannten zu verringern. Das 3. Segment wird größtenteils geleugnet.


Kommunikation  📌

Wunder

Wunder = bezeichnet das Eintreten einer (insgeheim) ersehnten Situation, jedoch entgegen aller Erwartungen, aller Berechnungen aller bekannten Gesetzmäßigkeiten und Prognosen, also jenseits der Vorstellbarkeit einer Verwirklichung.

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