Mißbrauch der Intelligenz

Eleanor Roosevelt, Bürgerbeteiligung, Geistige Reife, Intelligenz, Partei, Politik, Nirmalo,

Gibt es jemanden, der zum Bau seines Einfamilienhauses eine Opposition gebraucht hat? Oder eine Koalition? Eine Fraktion? Braucht jemand, der konstruktiv arbeitet, verschiedene Parteien?

Wir müssen uns die Ziele genau vorstellen,
auf die wir gemeinsam hinarbeiten wollen!

Dazu sind alle Vorschläge und Einwände (prinzipiell*) jedes einzelnen Bürgers hilfreich, also erforderlich.

Es ist kleingeistiges, sogar kindisches Verhalten (2), wenn Personen gegen Personen oder Parteien gegen Parteien agieren, wenn sie ihre Intelligenz blockieren und sich gegenseitig ihre Unfähigkeit vorwerfen, anstatt gemeinsam und sinnvoll an den erforderlichen Lösungen zu arbeiten.

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Wir sollten die kreative Intelligenz konstruktiv nutzen. Dazu werden keine Parteien und Fraktionen gebraucht, sondern das Intelligenz-Potenzial aller Parlamentarier und anderer wohlmeinender Menschen im Blick auf die optimale Gestaltung der gesteckten und zu erarbeitenden Ziele.

*) Siehe:  Bürgerbeteiligung  📌

PS: In den Jahren zwischen 1933 und 1945 gab Eleanor Roosevelt die „First Lady“.

Gesetze – Ersatz für Weisheit

„Gott hat auf die Gesetzestafeln das geschrieben,
was die Menschen nicht in ihrem Herzen lasen.“

Aurelius Augustinus von Hippo

Gesetze – welcher Art auch immer – sind nur deswegen nötig, weil wir glauben, getrennt zu sein.

Die daraus resultierende Angst verleitet uns dazu, das Eigenwohl über das Gemeinwohl zu stellen. Damit überantworten wir uns den primitivsten Überlebens-Instinkten und deren Verformungen, die wir als Machtmißbrauch, Egoismus, Gier, Mißgunst und Geiz kennen.

Auf dieser Basis kann keine Gesellschaft funktionieren, die auf Zu-Frieden-heit, auf Balance, auf Harmonie aus ist: Es bilden sich Gruppierungen, die – auf Kosten der Allgemeinheit – das „Recht des Stärkeren“ durchsetzen.

Um dies zu verhindern, hat man den (starken) Staat geschaffen. Er wurde installiert, um – stellvertretend für alle, also im Namen aller – die stärkste ordnende Hand zu bilden.

Das „Recht des Stärksten“ wird nun in den Staat projiziert. Alle Kräfte müssen sich ihm und seinen Gesetzen unterwerfen, bzw. der Staat setzt sie machtvoll durch.

Um wiederum zu verhindern, daß der Staat selbst zum Despoten wird, ist es erforderlich, daß das Herz oder die Weisheit (sie sind letztlich Synonyme) nicht draußen vor den Parlamenten bleiben!

Bisher sollten „Parteien“ eine der Sicherungen vor möglichem Macht-Mißbrauch des Staates bilden. Inzwischen sind wir aber an einem Scheideweg angelangt:

Die Parteien selbst bilden die Blockaden, welche schnelle und intelligente Lösungen von Problemen verhindern und statt dessen über den Einfluß Dritter und deren nicht offen sichtlicher Interessen, zusätzlich neue generieren. Die eingangs genannten Auswüchse dringen über die Parteien und andere Interessengruppen immer stärker in die Parlamente ein.

Wir schulden es dem Bürger und dessen zunehmender Aufmerksamkeit und benötigen deshalb dringend…

  1. Weisheit in die Parlamente
  2. Echte (!) Bürgerbeteiligung
  3. Größtmögliche Transparenz

Echte (!) Bürgerbeteiligung  📌

Echte (!) Bürgerbeteiligung

„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“

– Art. 17 GrundGesetz

DAS reicht heute nicht mehr aus, denn „Bitten oder Beschwerden“ gehen (psychologisch) „von unten nach oben“. Und das liegt fern jeder Souveränität!

Das ist nicht Augenhöhe, sondern demütigend, das ist Abhängigkeit (2) von der „Gnade“ der „zuständigen Stellen“.

Der Artikel 17 wurde geschrieben, als bei uns noch das Autoritätsprinzip galt. Damals war es noch ausreichend, nur „Beschwerde einlegen“ zu dürfen. Aber dann begann die kollektive Rebellion gegen die Autoritäten, auch die gegen den „Vater Staat“. Und heute befinden wir uns in einer (zunehmend) reiferen, „erwachseneren“ (4) Situation:

Der Artikel 17 Grundgesetz muß jetzt – der Reife der Bundesbürger angepaßt – um die echte (!) Bürgerbeteiligung erweitert werden!

Bürgerbeteiligung, Nirmalo,

Die Details der Installationen für die Voraussetzung der wirklichen Bürgerbeteiligung lassen sich mittels neuester Kommunikations-Mittel und -Techniken vergleichsweise leicht und kostengünstig realisieren.

Politische Wahlen, sowie Volksabstimmungen sind keine echte
Bürgerbeteiligung, sondern eher eine Beleidigung der Intelligenz
und der Würde des interessierten und engagierten Bürgers. Die
bisher praktizierten Formen sind bewußt oder unbewußt gewählte
Formen der Vortäuschung von Beteiligung.

Wirkliche Bürgerbeteiligung
ist konstruktive Beteiligung.

§ 1 – Transparenz

Je nach (Steigerung von…) Bereitschaft, Gestaltungswillen und Kompetenz, sollten Initiativen, Begehren, Petitionen, Runde Tische, Mediationen, Kongresse, u.s.w. analog und per Internet/-Telefon für die Beteiligung ausnahmslos aller Bürger zur Verfügung stehen.

Alle diese Veranstaltungen sind ausnahmslos öffentlich und in Jetzt-Zeit – zumindest per TV & Internet – verfolgen zu können und über Mediatheken jederzeit zugänglich zu halten.

§ 2 – Kein Vorschlag zur Sache fällt unter den Tisch.

Jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit per Mail oder per Brief zu einem in Beratung befindlichen Problem/Projekt mit konstruktiven Vorschlägen einzubringen.

Ebenso besteht auf gleichem Wege die Möglichkeit, ein Projekt anzustoßen oder auf ein Problem aufmerksam zu machen. Kein Vorschlag zur Sache fällt dabei unter den Tisch!

Die persönliche Anwesenheit ist dabei nicht erforderlich.

Auf welche Weise die Einlassung erfolgt, spielt keine Rolle, da es hier nicht auf die Person, sondern auf die Qualität und die Relevanz der Einlassung ankommt.

Ob diese per elektronischem Medium, per Anruf, per Brief oder per Wortmeldung erfolgt, ist gleichgültig. Für mögliche Rückfragen müssen entsprechende Erreichbarkeiten angefügt sein.

§ 3 – Jede Einlassung wird beantwortet.

Jede Einlassung wird beantwortet. Die Antwort enthält u.a. entweder den Hinweis, daß der Vorschlag bereits auf dem Tisch liegt, oder daß er zur Berücksichtigung herangezogen werden wird. Jede Einlassung bekommt einen Eingangs-IC, anhand dessen der Stand der Beratung jederzeit und überall eingesehen werden kann.

§ 4 – Entscheidungen werden plausibel begründet.

Alle Entscheidungen werden der Öffentlichkeit gegenüber plausibel begründet. Der Stand der Verhandlungen in der Sache ist via Internet permanent verfolgbar, ebenfalls die bereits verworfenen Vorschläge und die dazu gehörigen Begründungen.

§ 5 – Weiteres

5.1. Alle öffentlichen Veranstaltungen haben grundsätzlich ein zu bestimmendes Zeitkontingent an Möglichkeit zur Bürger-Beteiligung per Telefon oder Internet bereitzustellen.

5.2. Sollte es aus vorläufig unbekannten Gründen notwendig sein, eine Sitzung unter Ausschluß der Öffentlichkeit abzuhalten, muß die Nicht-Öffentlichkeit – überzeugend begründet – vor, während und nach der Sitzung öffentlich bekannt gegeben werden.

5.3. Zusätzlich zu den 95% Abgeordneten in den Parlamenten, sollten 5% der Anwesenden interessierte Bürger sein. Bei größerem Interesse entscheidet das Zufallsverfahren. Die Anmeldung erfolgt im Voraus per Internet oder Telefon.

5.4. Alle im Parlament befindlichen Personen (mit Ausnahme der Leitung und der Bediensteten) haben das gleiche Rede-Recht (und damit auch die gleiche Redezeit).

5.5. Mindestens 25% der Gesamt-Redezeit stehen (im Prinzip*) für Fragen zur Sache bereit.

§ 6 – Auftrag an die Medien

Der Stand der Beratungen und das spätere Ergebnis müssen der übrigen Bevölkerung über die (z.B. öffentlich-rechtlichen) Medien zusätzlich auf verständliche, aber wahrheitsgemäße Weise zurück gespiegelt werden.

Das Wahl-Recht muß dem (höherwertigenBeteiligungs-Recht weichen.


*) Im Prinzip = Jeder, sofern er möchte.

DesInteresse am Politischen

Manchmal muß auch das gesagt werden: Ein DesInteresse am Politischen ist erlaubt.

  1. Niemand  m u s s  sich politisch engagieren.
  2. Es ist zu 100% o.k., wenn sich jemand für Politisches nicht einmal interessiert.
  3. Und sollte es tatsächlich mal jemand wagen, sich sein Leben lang nicht für Politik zu interessieren: Er geht immer noch straffrei aus und… ist kein „schlechter Mensch“. 😎

Es ist Menschenrecht,
sich NICHT für Politik
interessieren zu müssen.

Es genügt, wenn sich (im Verhältnis) ein paar wenige Leute engagiert und verantwortungsbewußt um das Gemeinwohl kümmern – wenn es nur die Richtigen sind. Die „Richtigen“ in dem Sinne, daß sie sich für die Aufgaben eignen, daß sie die erforderlichen Fähigkeiten, die nötige Geistige Reife und die mit ihr einhergehenden lauteren Absichten mitbringen.

Eignung  📌