Böses tun

Niemals tut der Mensch das Böse so vollkommen und
fröhlich, als wenn er es aus religiöser Überzeugung tut.

– Blaise Pascal

Böses tun = nennen wir solches Tun, das anderen Menschen gravierend schadet oder gar tötet.

  • Tue ich Böses auf eigene Faust, ahne ich zumindest vage, daß ich dafür verantwortlich sein könnte. Ich werde zur Rechenschaft gezogen und bestraft.
  • Tue ich Böses im Auftrag (z.B. von Familie, Gang, Mafia…), kann ich mir einbilden, für mein Handeln nicht wirklich verantwortlich zu sein: „Man hat es doch von mir verlangt!“
  • Tue ich Böses innerhalb der Befehls-Struktur eines Militärs, kann ich die Verantwortung noch leichter abschieben: „Befehlen muß ich gehorchen und mein Tun ist schließlich Teil meines Einsatzes für Familie, Volk und Vaterland!“
  • Tue ich Böses im Namen der Religion, werde ich Böses als solches kaum noch erkennen können. „Außerdem habe ich den Segen des Höchsten – hat man mir gesagt.“

Jeder… ist mein Bruder.

Ob ich das erkennen kann, oder nicht, ob
er mich erschlägt, oder ich ihn erschieße.

Ausnahmslos jeder.

Und ich… ganz allein
bin verantwortlich
für mein Tun. Immer.

Gesetze

Gute Menschen brauchen keine Gesetze, um gezeigt zu bekommen, was sie nicht dürfen, während böse Menschen einen Weg finden werden, die Gesetze zu umgehen.

– Platon

Das Ding wird man dir untergeschoben haben, lieber Platon, andernfalls:

Es gibt ihn nicht, den Gutmensch und
ebenso wenig gibt es den Bösmensch

Je nach dem, auf welchem Level unserer geistigen Reife wir uns gerade befinden, wird man unser Handeln – grob unterscheidend – in moralisch „gut“ oder „böse“ bewertend einteilen können.

Mit egoistischem Handeln um (fast) jeden Preis, halten wir uns auf den niedrigsten Stufen (1) und (2) der Geistigen Reife gefangen.

Während, in der Tat, der Mensch im Zustand eines höheren Levels der Geistigen Reife, keine Gesetze braucht. Denn er handelt bereits auf natürliche Weise so, daß er keinem anderen schadet. In diesem Fall wird keine Ethik gebraucht.

Ab der Stufe (4) der Reife ist das Gemeinwohl-Denken kein „Neuland“ mehr.

Das Gesetz = ist ein für die Gesellschaften notwendiges Hilfskonstrukt, damit die Masse der Menschen, die sich vorwiegend auf den unteren Stufen der Geistigen Reife aufhalten, in Bezug auf ihr Handeln… von Außen klare Orientierungs-Unterstützung bekommen.