Gemeinwohl

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Das Wohl des Volkes

„Die wichtigste Regel für die Träger der höchsten Gewalt im Staat ist: Ollis salus populi suprema lex esto.

Das Wohl des Volkes
 ist das oberste Gebot.

Denn die Gewalt ist ihnen mit der Absicht übertragen worden, daß durch sie für die Erreichung des Zweckes gesorgt werde, um dessen Willen die Staaten gegründet worden sind.“

― Marcus Tullius Cicero
(irgendwann zwischen 106-43 v. Chr.)

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Sinn und Zweck des Staates

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Staat ist keine (!)
Selbstverständlichkeit.

Staat ist keine natürliche Frucht, sondern eine menschengemachte, aus der Not geborene Struktur.

Wesentlicher Sinn und Zweck von Staat ist die Unterstützung der Gesellschaft dergestalt, daß er durch Rahmenbildung den Bürger in die Lage versetzt, sich – im möglichst reibungslosen Miteinander – frei entfalten zu können.

Die Aufgabe des Staates besteht also ebenso in der Rücknahme aller die Bürger unnötig behindernder Maßnahmen.

Minister = Diener

Der Präsident, der Kanzler, sämtliche Minister und ebenso sämtliche Abgeordnete verstehen sich als Staatsdiener; als ehrliche DIENER der gesamten Gesellschaft.

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Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen,
war vor zwanzig Jahren.
Die zweitbeste Zeit dafür ist  J E T Z T !

~ Afrikanische Weisheit ~


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Intention

* Beobachte, wie er handelt,
* Betrachte seine Motive und
* Untersuche, worin er seine Ruhe findet.

Wie könnte ein Mensch dir dann noch etwas verbergen?

…fragt Konfuzius

Bezüglich eines Menschen in der Politik würde es schon genügen, zu beobachten, welche Motive ihn in seiner Arbeit leiten. Bisher legen wir zu wenig Wert auf die Intention unserer Delegierten.

Egal, wie sie sich sonst gerieren: In ihrer Arbeit als Parlamentarier und als Regierungsmitglieder sollte die Lauterkeit in den Absichten an oberster Stelle stehen. Darauf müssen wir bestehen!

Und selbstverständlich gehört die grundsätzliche Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit dazu.

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Gemeinwohl

Gemeinwohl_572Die Staatsdiener haben (zwecks Fähigkeit zu Ego-minimierten Kommunizierens) nachweislich Erfahrungen in Selbsterfahrungsgruppen (Encounter, Familienaufstellen oder ähnlichem) zu absolvieren, sind mit ihren Eltern in Reinen und nutzen eine der Meditations-Praktiken, um sich leicht zentrieren und folglich aus ihrer Mitte und also aus ihrer Kraft heraus die anstehenden Herausforderungen souverän anpacken und verantworten zu können.

Neben dem Regionalen und dem Gemeinwesen „Deutschland“ haben sie das größere Gemeinwesen „Europa“ im Blick, darüber hinaus das Gemeinwesen „Menschheit“ und schließlich das Wesen „Erde“.

Was wir, die Gesellschaft, nicht brauchen:
Den „Berufs-Politiker“, der für sein Ego den passenden Job sucht:

  • Vergünstigungen für die „Freunde“ erwirken wollen (Lobbyismus)
  • eine interessante Beschäftigung mit Angestellten genießen
  • die Interessen seines Egos durchsetzen können
  • attraktive kostenlose Reisemöglichkeiten
  • gutbürgerliches Einkommen
  • viel Aufmerksamkeit
  • gutes Ansehen
  • Macht

Ebenso wenig brauchen wir in den Parlamenten Menschen, die – aus welcher Schwäche auch immer heraus – anfällig sind für Manipulationen verschiedenster Art.

Sie sollten so intelligent sein, solche „Machenschaften“ erkennen und stark genug sein, diese abwehren zu können.

Wer anfällig dafür ist, sich
instrumentalisieren zu lassen,
gehört nicht ins Parlament.

Es ist zwar unbestritten, daß selbst die „unreifsten“ Politiker in ihren Ämtern noch wachsen, aber es gibt außerhalb der Parlamente genug andere Therapie-, Entwicklungs- und Wachstumsangebote, sodaß die Parlamente für Kompetenz frei gehalten werden könnten.

Hier brauchen wir auch keine Egomanen und Lügenbarone, sondern qualifizierte Menschen, die bereit und in der Lage sind, sich in einem definierten Zeitrahmen als Staats-Diener einzig für das Wohl der Gesellschaft zu engagieren.

Das „Macht-haben- und Macht-ausüben-wollen“ könnte ein psychologisches Indiz für ein ausgewachsenen Minderwertigkeits-Problem sein. Das wiederum ist ein Indikator für das Feststecken auf den Stufen (2) und (3) der Geistigen Reife.

Eignungskriterien 📌
…für Parlamentarier

Wer Reichtümer sammeln will,
kann nicht wohlwollend sein.
Wer wohlwollend sein will, wird
keine Reichtümer anhäufen können.

– Meng Tse

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Regieren ist . . .

Regieren ist nicht Macht ausüben,
sondern das Beste
für das Gemeinwohl erwirken wollen.

Regieren ist…
die Unterstützung der christlichen Forderung:

Liebe deinen Nächsten,
wie dich selbst.

Regieren ist…
die Umsetzung des Kategorischen Imperativs:

Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die du zugleich wollen kannst,
 daß sie ein allgemeines Gesetz werde.

~ Immanuel Kant ~

Regieren ist…
verantwortliches Beobachten und Eingreifen zum Schutz des Einzelnen und seiner Freiheit:

Was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem andern zu.

Es ist alles das Selbe.

Regieren ist…
Das Beste für die jeweilige Gemeinschaft erwirken wollen.

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Weitere Varianten

‚Gegenseitige Rücksichtnahme‘ (shu = Empathie). Was man mir nicht antun soll, will ich auch nicht anderen Menschen zufügen. […] Begegne den Menschen mit der gleichen Höflichkeit, mit der du einen teuren Gast empfängst. Behandle sie mit der gleichen Achtung, mit der das große Opfer dargebracht wird. Was du selbst nicht wünschst, das tue auch anderen nicht an.

– Konfuzius

Das beschreibt die edle Form des Umgangs, den wir bei den weisen Menschen beobachten können.

Zi-gong sprach: „Was man mir nicht antun soll, das will auch ich anderen Menschen nicht antun.“ Konfuzius aber sagte: „So zu handeln vermagst du noch nicht!“

Denn intellektuelles Verstehen ist noch kein Verstehen;
erst wenn die Reife hinzu kommt, ist Verstehen möglich.

Der Wissende möge alle Wesen behandeln wie sich selbst.

– aus dem Mahabharata

◾ Der Wissende weiß das ― und tut das.
◾ Dem Unwissenden muß es gesagt werden.

Der „Wissende“ = ist hier verstanden als der Weise, der Edle oder der mit der höheren Geistigen Reife und nicht „der Wissende“ im Sinne von „Sammler von Informationswissen“.

Der edle Geist  📌

Eins ist somit, anderen alles das nicht anzutun, was einem selbst nicht wohltut; das zweite ist, voll zu verstehen, was wohlgetan und was nicht wohlgetan ist.

– Shâyast lâ-shâyast (Zoroastrismus)

Das Zweite, von dem hier die Rede ist, muß, dem jeweiligen Reife-Stand einer Gesellschaft gemäß, kommuniziert werden. Notfalls in Form einer verbindlichen Moral und bindender Gesetze.

Niemand soll sich nach Möglichkeit an meinem Eigentum vergreifen und auch nicht das Geringste davon verrücken, ohne irgendwie meine Zustimmung erlangt zu haben. Nach demselben Grundsatz muß ich auch mit dem Eigentum anderer verfahren, wenn ich bei gesundem Verstand bin.

– Platon

Das ist so eine Sache, das mit dem „gesunden Verstand“. Wir müssen realisieren, daß sich nicht alle „Erwachsenen“ zeitgleich auf ein und dem selben Stand der Geistigen Reife befinden. Dies zu ignorieren oder zu leugnen… wäre realitätsfern und unverantwortlich.

Geistige Reife  📌

Welche Aktion auch immer jemand als richtig für sich beurteilt, beurteilt er implizit als richtig für alle gleichen Personen in gleichen Umständen.

– Henry Sidgwick

QVOD  TIBI  HOC  ALTERI
Was dir, das dem Anderen.

Diese Kurz-Version prangt als Inschrift am Braunschweiger Gewandhaus.

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Fortschritt

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

– Albert Einstein

Wir dürfen das Gemeinwohl
nicht aus den Augen verlieren.

Bei all unserem Tun und Streben müssen wir das Glück der Menschen, die Balance, die Zu-FRIEDEN-heit anpeilen, dann können wir nicht wirklich falsch liegen.

Dabei muß der einzelne Mensch die gleiche Bedeutung erfahren, wie „das Land“ oder „die Menschheit“. Die Würde und die Unversehrtheit des Einzelnen hat in der Sozietät das höchste Gut zu sein und darf niemals einer Idee – und sei es die Idee von der „Menschheit“ – untergeordnet oder gar geopfert werden.

In einer gesunden Gesellschaft wird die Bereitschaft zu Mitgefühl höher veranschlagt als der Börsenkurs.

Menschheit, Sicherheit, Fortschritt, Wirtschaftswachstum u.a…. sind (zum Teil) schöne und nützliche Ideen, aber nur der einzelne Mensch… ist real.

Wann immer wir abwehrende Mauern errichten…,
verraten wir unseren weisen und mitfühlenden Kern.

Echter Fortschritt
hat das Glück aller
Menschen im Auge.

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Eine Frage der Reife

Der Politiker denkt an die nächsten Wahlen,
der Staatsmann an die nächste Generation.

– William Ewald Gladstone

Die Verantwortung dieses Politikers (dieses Zitates) erschöpft sich im Agieren für das Wohlergehen seiner Person und seiner Partei.

Der Staatsmann (dieses Zitates) stellt solche Interessen hintan und nimmt statt dessen – zumindest über die Spanne seiner Amtszeit – das Wohlergehen der Gesamtgesellschaft in den Blick.

Eine Frage der Reife.

Es gibt eine Vollkommenheit
tief inmitten alles Unzulänglichen.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Ratlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen und Nöte.

~ Gautama Buddha ~

Ausgrabung

What looked like a rock on the surface was a giant statue discovered on Easter Island this week, The ones not buried have been weathered to the point that none of the detailed carving on the Moai are visible.Auf der Osterinsel entdeckt.

Was an der Oberfläche wie ein Felsen aussah, war eine riesige Statue.

Die nicht begrabenen Skulpturen sind so weit verwittert, daß keine der detaillierten „Schnitzereien“ auf den Moai sichtbar sind.

Da kommen ein paar Fragen auf, oder?

Autorität

Autorität wie Vertrauen werden durch nichts mehr erschüttert als durch das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.

– Theodor Storm

Es lohnt sich, die drei genannten Begriffe etwas näher anzuschauen:

  • Autorität
  • Vertrauen
  • Gerechtigkeit.

Autorität

Wir müssen zunächst ein bißchen differenzieren, denn der Begriff „Autorität“ hat mindestens drei Bedeutungen:

A – Autorität: Von unten nach oben gesehen und gefürchtet.
B – Autorität: Von oben nach unten erzwungen.
C – Autorität: Fachlich, temporär und auf Augenhöhe.

Der Repräsentant der einen Form von Autorität (A) wird von unten bestätigt, während der Repräsentant der anderen Form von Autorität auf seinen Stand verweist und die entsprechende (Be-)Achtung konsequent einfordert. In diesem Fall (B) spielen Angst und fehlendes Selbstwert-Gefühl eine wesentliche Rolle, aber:

In beiden Fällen handelt
es sich um PROJEKTION.

Die Autorität, die auf Augenhöhe (C) als solche gesehen wird, ist aus freien Stücken von uns selbst und nur für kurze Dauer in ihren Stand „eingesetzt“; ihr kann jederzeit wieder „gekündigt“ werden. Beispiele: Lehrmeister, (Berg-)Führer, Experte, Fahrlehrer, Guru, Dirigent, u.s.w…

Nehmen wir als Anschauungsbeispiel eine Volkshochschul-Klasse, in der sich ältere Leute von jungen Leuten – von Schülern in der Rolle des Lehrers – unterrichten lassen. In dieser Konstellation ist der junge Bengel den alten Kerlen eine Autorität, deren Anweisungen sie nicht nur klaglos, sondern sogar gerne befolgen.

Die andere Autorität (B), die früher als „von oben“ herrschend gesehen wurde, verlangte Gehorsam. Ungehorsam zog unterschiedlich strenge Strafen nach sich. Beispiele: Lehrer, Priester, Offizier, Internatsleitung, Eltern, u.s.w… Diese praktizierte Form von Autorität scheint sich – zumindest in unserer Gegend – allmählich aufzulösen. Sie ist eine primitive und unintelligente Art von Autorität. Sie beruht auf Macht, auf einem Machtgefälle, auf das Einfordern von Gehorsam und auf die Androhung und Ausübung von Gewalt, also auf das… Generieren von Angst.

Diese Form von Autorität versteht nichts von Würde, lieber Theodor,
sie gehört derart erschüttert…, daß nichts mehr von ihr übrig bleibt!


Überlegenheit

Das Kind ist zunächst und über eine vergleichsweise lange Zeitspanne hinweg schwach und hilflos. Von gewissen Veränderungen abgesehen, bleibt das so – bis zum Ende der Kindheit.

Das Kind bleibt dem Erwachsenen gegenüber physiologisch, psychologisch und in Bezug auf die Geistige Reife unterlegen.

An einem bestimmten Punkt in der psychologischen Entwicklung (Pubertät) ist das Erzwingen der Überlegenheit ein wichtiger Moment, ein bedeutender Schritt im Bereich des psychologischen Wachstums und der Geistigen Reife; zum Beispiel als Herauswachsen aus einer Autoritäts- & Gehorsams-Struktur.

Es kann sein, daß dieser Moment vergleichsweise unspektakulär, also undramatisch verläuft, sodaß er womöglich auf beiden Seiten nicht einmal als außergewöhnlich und oft deshalb gar nicht bewußt wahrgenommen wird. So kurz dieser Moment auch sein mag, er ist dennoch irreversibel. Unwiderruflich! Das Küken ist geschlüpft.

Bleibt jemand in dieser Phase stecken, indem er die psychologische Überlegenheit vermeidet, wird er an diesem Punkt sein Leben lang zu knabbern haben, denn die Situationen holen uns immer wieder ein und konfrontieren uns mit der jeweils unerledigten Thematik.

Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit/Gefahr, daß jemand permanent Gelegenheiten sucht, um Überlegenheit zu demonstrieren.

Beide Formen sind psychologisch ungesund, da sie uns auf einem kindlichen Niveau (2) der Geistigen Reife gefangen halten.

So kann der Ausdruck von Überlegenheit ein Indiz für mehrere – von einander ganz verschiedene – Situationen sein:

  • Indiz für einen bedeutsamen Wachstums-Schritt (3)
  • Indiz für Stagnation auf einer niedrigen (kindlichen) Ebene (2)
  • Indiz für Verantwortungsübernahme gegenüber (in irgend einer Weise) Schwächeren (4)

Akzeptable Autorität

Eine interessante Frage des Ken Wilber:

Wir wollen uns nicht mit dem Wesen „schlechter“ Autorität beschäftigen – eine autoritäre Persönlichkeitsstruktur, faschistische Dynamiken, Unterwerfung des Gruppen-Ich unter Über-Ich-Projektionen, Übertragungshypnose -, sondern damit, was „gute“ Autorität ausmacht, also mit der Frage, unter welchen Umständen die meisten Menschen der Ansicht zustimmen würden, daß Autorität notwendig ist.

Was macht positiv wirkende, nützliche
und nicht problematische Autorität aus?

― Ken Wilber

Medien

Ein guter Journalist braucht viel Charakter und wenig Tinte.

― Von Unbekannt

Bloß kann sich dieser „gute Journalist“ damit derzeit nicht über Wasser halten.

Unter Medien sind hier sämtliche Informationskanäle gemeint:

  • Druckerzeugnisse
  • Fernseh-Sender
  • Digitale Kanäle

Im Prinzip (!) sind die Medien die vierte unabhängige Macht im Land:

  1. Legislative
  2. Judikative
  3. Exekutive
  4. Publikative

Während Legislative, Judikative und Exekutive streng in ihrer jeweiligen Struktur eingebunden sind, kennt die Publikative kaum Einschränkungen. Das birgt die Gefahr von Mißbrauch. Einige Macken des mir bekannten Journalismus:

  1. Anpassung an das kollektive Unbewußte der Rezipienten. Daraus folgend:
  2. Übermäßige Beschäftigung mit Personen und deren Äußerungen. Daraus folgend:
  3. Mangelnde Auseinandersetzung mit den jeweils relevanten Themen.
  4. Unklare Trennung von Nachricht und Meinungsmache.

Der durchschnittlich arbeitende Journalist:
Eine Schreibmaschine, die täglich in der Lage ist, einsätzige Informationen und Schlußfolgerungen buchstabengewaltig zu Artikeln aufzublähen, ohne damit die Essenz oder den Informationsgehalt zu vergrößern.

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Ein Reporter ist ein Schreiber, der den Weg zur Wahrheit errät und ihn mit einem Wolkenbruch von Worten verschüttet.

― Ambrose Bierce

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Freiheit der Medien

  1. Zensur ist nicht erlaubt.
  2. Freiheit & Verantwortung sind zwei Seiten der selben Medaille.

Die Medien sind frei… unter dem Vorbehalt des Zieles: Das Wohl der Gemeinschaft und des Einzelnen. Im Ausnahmefall bestimmen die Gesetze des Landes Deutschland die Grenzen ihrer Freiheit.

  • Kontrolliert  liegt den Medien die Möglichkeit der Aufklärung in den Händen.
  • Unkontrolliert  halten sie potenziell die Macht der Manipulation in den Händen.

Zwecks Verhinderung von Suggestion und Manipulation braucht es einen Kontrollrat.

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Investigation

Eine der Hauptaufgaben des seriösen Journalismus ist die InvestigationUnd ein wichtiger Aspekt der investigativen Journalistik ist die beinahe kriminalistische Methode:

  • Nichts wird von vornherein ausgeschlossen.
  • Niemand wird per se ausgeschlossen.

Und zwar ganz unabhängig davon, wie abstrus, wie unmöglich, wie unwahrscheinlich und wie abwegig eine Theorie oder ein Verdacht auch sein mag:

Der forschende Geist muß für  A L L E
Eventualitäten offengehalten werden!

Also muß die Ermittlung zunächst, möglicherweise sogar auf längere Zeit, „nach allen Seiten offen“ geführt werden. Erst wenn sich die Verdachtsmomente und Indizien verdichten, darf die Aufmerksamkeit verengt und auf ein „abgegrenztes Feld“ konzentriert werden, denn:

Eine zu frühe Festlegung schließt die wirklichkeitsnahe Analyse der Zusammenhänge aus.

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Aufgaben & Grenzen der Medien

Eine der wichtigsten Aufgaben des Kontrollrates des Ministeriums ist es, dafür zu sorgen, daß die ersten 7 Punkte der folgenden Aufgabenliste zu einem noch zu bestimmenden Prozentsatz erfüllt werden:

  1. Unterstützung und Förderung von Transparenz
  2. Unterstützung & Förderung von Aufklärung
  3. Unterstützung von konstruktiver Kritik
  4. Konstruktive Gesprächskreise
  5. Berichterstattung
  6. Dokumentationen
  7. Bildung (im besten Sinne)
  8. Unterhaltung…
  9. Interaktive Spielformen
  10. Spielfilme
  11. Shows
  12. usw.

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Aufgaben im lokalen Bereich

  • Die Aufdeckung möglicher Mißstände in Öffentlichkeit-relevanten Bereichen.
  • Die Berichterstattung über die Beendigung der aufgedeckten Mißstände.
  • Unterhaltung mit (im umfassenden Sinn) „bildenden“ Elementen.
  • Lokale Berichterstattung allgemeinen Interesses.

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Erforderliche Richtlinien

1.) Kein Bericht, kein werthaltiger Satz, kein Film, kein Videoclip, kein Bild darf öfter als 4x am Tag gesendet werden.

2. Bilder und Video-Ausschnitte müssen, sobald sie ein zweites Mal gezeigt werden, mit blinkendem „Zeit-Stempel“ versehen sein.

3.) Journalistische Bewertungen von Äußerungen, Berichten und Situationen müssen als persönliche Meinung erkennbar sein.

4.) Bewertung durch nebulöse Berufung auf Andere, zum Beispiel: „nach Experten-Meinung…“, oder „anderslautende Berichte sagen…“, oder „aus Regierungskreisen verlautet…“, sollte nicht erlaubt sein.

  • Mutmaßungen
  • Spekulationen
  • Meinungen
  • Gerüchte

…dürfen im Nachrichten- und Dokumentar-Bereich nur zu einem geringen Prozentsatz enthalten sein und müssen als solche deutlich erkennbar sein, denn:

Für Gerüchte und Mutmaßungen braucht es keinen seriösen Journalismus.

Die (Personen-)Quellen von: Äußerungen, Berichten und Bewertungen Anderer müssen genannt werden oder offen liegen.

5.) Ausnahmslos alle gesendeten Medien-Inhalte müssen per
     Internet permanent und kostenfrei zur Verfügung stehen.

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Absichten der Medien

(status quo)

Auch, wenn wir es so gerne ganz anders sehen möchten und obwohl es manchmal scheinbar so aussieht:

Im Ganzen gesehen haben die Medien derzeit gar nicht die Absicht, uns umfassend zu informieren und über wichtige, Gesellschafts-relevante Tatsachen und Vorgänge „aufzuklären“:

Eine tragende Säule ihrer Marketing-Strategie ist das Bedienen unserer Neugierde und Sensationslüsternheit.

Erreichen sie das, sind sie bereits zufrieden. Sie wollen die hohe Auflage im Print-Bereich und wecken – besonders in den digitalen Werbe-Netzwerken wie Facebook – das Bedürfnis nach frei-williger Weiter-Verbreitung ihrer Artikel.

Ihre Bemühungen gehen also immer nur so weit, wie es unbedingt erforderlich ist, um dieses Ziel, ihr Ziel zu erreichen, nämlich… unser Interesse zu wecken.

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Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu
zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu
verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen
und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu
verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es.

― John Swinton
(Ehemaliger Redaktions-Chef der New York Times)

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Manipulation

Der Begriff „Manipulation“ ist zunächst wertfrei, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet einfach nur Handhabung. Entscheidend ist die Intention, die einer Handhabung zugrunde liegt.

Nichts auf dieser Welt geht ohne Manipulation!

Beispiel Fotografie: Schon wenn jemand aus hunderten von Möglichkeiten ein einzelnes Motiv auswählt, manipuliert er. Wählt er den Ausschnitt, manipuliert er, wählt er Größe, Helligkeit, Farbe, usw., manipuliert er.

Was immer jemand mitteilt, was er veröffentlicht, was er sagt oder nicht sagt, die Wahl der Worte, all das und noch vieles mehr… ist Ergebnis einer Entscheidung zur Auswahl (unterlag mehreren Formen der Handhabung) und ist damit… genau genommen: Manipulation.

Keine Kommunikation, keine Interaktion – ohne Manipulation.

Was immer wir – egal in welcher
Zeitung – lesen ist Manipulation.

Allein dadurch, daß der Journalist eine Auswahl treffen muß, manipuliert er. Sofern er seine Bewertung der Dinge – bewußt oder nicht – einfließen läßt, manipuliert er.

Jede Nachrichtensendung ist allein dadurch (also ohne jede böse Absicht) „manipuliert“, weil die Redakteure aus der riesigen Menge an möglichen Nachrichten, nur einige wenige auswählten.

Manipulation geschieht – es
kommt auf die Intention an.

Der derzeit übliche Gebrauch des Begriffs Manipulation bezieht sich auf die mißbrauchte Versionen von Handhabung. Daher hat die Manipulation – die Veränderung von etwas – ihren schlechten Ruf.

Manipulation = ist Mißbrauch, sofern jemand absichtlich (!) im Denken oder Handeln eines anderen Menschen Veränderungen vornehmen oder herbeiführen will, ohne daß dieser die Absicht bemerkt.

Siehe auch:  Propaganda & Co  +  Innere Pressefreiheit  +  Vernetzende Medien

Original & Zweitwerk

Rauhreif

Wer zu früh Erfolg hat, fängt an, sich selbst zu kopieren.

– Friedensreich Hundertwassser

Original, Kopie, Plagiat oder Zweitwerk: Worin liegt der Unterschied zwischen einem…

  • Erst-Gemälde, dessen
  • Zweitanfertigung (Kopie) aus der Hand des  s e l b e n  Malers und der vermeintlichen
  • Kopie (Zweitanfertigung mit ähnlicher Technik und ähnlichem Material) eines  a n d e r e n  Malers?

Was ist mit einem Gedanken oder einer Einsicht, die ich selber schon einmal hatte? Handelt es sich dann auch um ein Plagiat, wenn ich mich selbst (scheinbar) wiederhole?

Ist „mein“ ausgesprochener und/oder aufgeschriebener Gedanke von heute ein Plagiat, wenn ihn (den selben Gedanken) jemand anderes zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, also vor mir hatte?

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Eigentum / Gemeinwohl

Eigentum ist eine schöne Sache, doch sollten wir definieren, was wir unter „Eigentum“ verstehen und welche Dinge davon ausgeschlossen sind. Dazu bedarf es ergänzend den Begriff Gemeinwohl.

Zweitens müssen wir klarstellen, in welchen Fällen eine Sache für das Gemeinwohl höher zu bewerten ist, denn als Eigentum einer Einzelperson.

Dies sollten die Bürger durch ihren Staat entscheiden. Dabei ist unterstellt, daß die Entscheidenden die dafür nötige Reife (4+) mitbringen und folglich den besonderen Wert des Gemeinwohls erkennen und autonom beraten und entscheiden können.

Der Staat muß die entsprechenden Rahmenbedingungen gestalten und austarieren. Und das so lange, wie sich das Gros der Bürger im Reifegrad nicht auf der „Erwachsenenebene“ (4) befindet. Genauso lange werden wir den Staat als kraftvolles Korrektiv benötigen. Danach können wir ihm freundlich dankend und fröhlich winkend verabschieden, denn:

Je reifer eine Gesellschaft, desto weni-
ger Gesetzes-Struktur ist erforderlich.

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Patentierung von Lebensmitteln?

Eine Patentierung von Lebensmitteln darf es selbstverständlich nicht geben, um eine breite Verarmung auf Grund der Interessen einer Handvoll egoistisch gesteuerter Individuen auszuschließen.

Eine Regierung hat immer das Gemeinwohl (und nicht nur das der „eigenen Landsleute“) im Auge zu halten, was von Individuen mit geringer Reife (1) + (2) nicht immer erwartet werden kann.

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Patent-Recht

Auch alte Patente und Erforschungen sollten unter Praktikabilitäts- und Nützlichkeits-Aspekten (neu) bewertet werden.

Das Patent-Recht muß so gestaltet sein, daß (aus Vorteilsgründen) beabsichtigte oder ungewollte Blockierungen technischer Entwicklung ausgeschlossen sind.

Ideen müssen frei sein!

Nur die Anfertigung, die Herstellung von Waren sollte (vorläufig) mit Geld beWERTet (bezahlt) werden können.

Denn eine Idee ist – monetär gesehen – zunächst noch nichts wert. Erst wenn man absehen kann, daß ihre Umsetzung gefragt sein könnte, bekommt sie einen Wert für denjenigen, der…

  • die Gesellschaft mit dem Produkt bereichern möchte.
  • der sich mittels des Produktes bereichern möchte.
  • der die Umsetzung der Idee verhindern möchte.

Letzterer wird lediglich des eigenen Vorteils wegen versuchen, die Idee aufzukaufen, bloß um sie als „Eigentum“ unter Verschluß zu halten, damit sie nicht in den Warenwert übergehen und der Gemeinschaft dienlich sein kann, ohne daß er davon profitiert.

„Patent“ & „Copyright“ bedeuten in ihrer Konsequenz: Künstliche Verarmung der Gesellschaft wegen vermuteten Vorteils Einzelner. Das sollte nicht möglich sein:

Das Gemeinwohl steht in seinem Wert über dem Eigentum!

Ideen sind kollektives Eigentum der Menschen
und dürfen deshalb…  nicht gehandelt werden.

Anders gesagt:

Ideen sind Geschenke an den Menschen 

und nicht Eigentum des Übermittlers.

Es soll tatsächlich Leute geben,
die selbst in einem Schlaraffenland
zuallererst eine Kasse aufstellen würden. 😃

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Copyright©

Wie könnte ich irgend einen Text oder auch nur irgend einen Satz von mir mit einem Copyright belegen, wo doch jeder, wirklich JEDER einzelne Mensch spielend zu der selben Einsicht kommen kann?

Mit einem Copyright offenbaren wir die Stufe unserer Geistigen Reife als die eines Kleinkindes (2).

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Der Edle…

  • bewegt sich stets so, daß sein Auftreten zu jeder Zeit als allgemeines Beispiel gelten kann. Er…
  • benimmt sich so, daß sein Verhalten jederzeit als allgemeines Gesetz dienen kann. Und er…
  • spricht so, daß sein Wort zu jeder Zeit als allgemeine Norm gelten kann.

So sagt es über den gereiften Menschen, rein feststellend, der… Konfuzius. 

Immanuel Kant sagt es 2000 Jahre später, verkürzt und im Befehlston an Menschen gerichtet, die noch einer Führung bedürfen, so:

Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die du zugleich wollen kannst,
  daß sie ein allgemeines Gesetz werde.

~ Immanuel Kant ~

Original, schlechte Kopie oder Plagiat?

Innere Presse-Freiheit

Pressefreiheit
ist eine prima Idee…,
aber fern heutiger Realität. 

Zunächst müssen wir die äußere von der inneren „Freiheit“ der Presse unterscheiden.

Äußere Pressefreiheit: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung nach Artikel 5 GG sind gewährleistet.“

In diesem Beitrag wird die  i n n e r e  Pressefreiheit thematisiert.

Die Medien stehen – gewollt oder nicht – im Dienst der Unbewußtheit; sie sind „in tune“ mit der unbewußten Masse.

Der Journalist, wie wir ihn heute kennen, ist in seiner Arbeit nicht frei! Denn sein Arbeitgeber ist im weiteren Sinne entweder Kopf oder Teil eines „Gewinn beabsichtigenden Wirtschaftsunternehmens“.

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Bei den wenigsten Gefängnissen sieht man die Gitter.

~ Oliver Hassencamp

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Die Fesseln des Journalisten

Will ein Journalist sein Haus und sein Auto halten, muß er, was immer er schreibt…,

  • der Auflage des Blattes,
  • der Tendenz des Blattes,
  • der Bestätigung des Lesers – insbesondere des Abonnenten,
  • seinen „Quellen“,
  • den Protagonisten seiner Berichte,
  • dem Verleger,
  • dem Chefredakteur und nicht zuletzt
  • den Erwartungen der Werbekunden gerecht werden.

  Zudem ist er auch noch Sklave…

  • seiner unbewußten Werte-Skala,
  • seiner bewußten Werte-Skala,
  • seiner Konditionierung,
  • der Erwartungen seiner Familie,
  • seines Images,
  • des Bildes, das er von sich selbst hat und
  • der Zeitspanne, die er für seine Arbeit zur Verfügung hat.

Im Wissen all dieser erdrückenden Zwänge: Wer erwartet von der journalistischen Arbeit noch etwas von Wert, etwas dem Gemeinwohl Dienliches? 

Beispiel: 

◾ Das Krokodil schnappt den Happen und verleibt ihn sich ein. 
◾ Der Journalist hat (prinzipiell) noch ein paar weitere Möglichkeiten: Ihm steht zumeist eine etwas höhere Intelligenz zur Verfügung. Also muß er den Happen nicht sofort (!) bearbeiten. Er kann innehalten, kann recherchieren, kann seine Intelligenz einbringen – bevor er den Happen aufnimmt. Er kann sich fragen: 

  • Was soll ich
  • von wem 
  • mit welcher Absicht in die Öffentlichkeit transportieren?
  • Warum wird mir in exakt
  • diesem Moment genau
  • dieser Happen angeboten? 

Das Ganze setzt natürlich voraus, daß er sich vom Zeit-Stress und den Erwartungen Anderer emanzipieren kann, daß er „autonom“ denken und entscheiden kann.

Wichtige journalistische Elemente:

  • Seriöse Recherche
  • Autonomes Denken
  • Eigenes Formulieren

Dergleichen scheint aber eher unbekannt zu sein. Zum Beispiel ist leicht zu beobachten, daß zumindest die Internet-Zeitungen eine von der anderen abschreibt, bzw. ganze Passagen 1:1 kopiert werden.

Die Masse der Käufer/Abonnenten und die Masse der Klicks bestimmen den Umsatz. Der enge Blick auf den Gewinn und der enge Zeitrahmen biegen die Qualität des Inhalts.

Reife und Engagement des Journalisten noch gar nicht berücksichtigt.

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Kann der Journalist aufklärend schreiben?

  1. Wachheit. Die erste, die Grund-Voraussetzung dafür, daß ein Journalist aufklärend und auch sonst dem Gemeinwohl dienlich arbeitet ist, daß er einen wachen und offenen Geist mitbringt.
  2. Intention. Die zweite Voraussetzung: Er hat die ehrliche Absicht, aufklärend schreiben zu wollen.
  3. Lohn. Die dritte Voraussetzung wäre, daß seine Entlohnung von unabhängiger Stelle erfolgt – z.B. ähnlich der, der Abgeordneten.
  4. Lauterkeit. Die vierte Voraussetzung: Der Journalismus bricht mit den Abhängigkeiten und gibt sich selbst eine Moral, an die er sich – ähnlich des Eides des Hippokrates – freiwillig gebunden sieht. 

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Medien & Reife

Was nicht unbedingt so sein müßte, aber derzeit – weil monetär motiviert – so ist:

Die Medien zeigen sich zu 85% mit der Reife eines Pawlow´schen Hundes: Sie reagieren reflexartig auf die ihnen zugeworfenen Sensations- und „Nachrichten“-Happen und lassen Intelligenz und Pflicht zu aufklärenden Maßnahmen außer Acht.

Wahrheit ist ihnen weniger ein Begriff, denn „die herrschende Meinung“. Zuschauer-Quote und Leser-Quote sind die Elle, an der der Journalist seinen Job mißt.

◾ Entweder gibt es verantwortlich gestaltete Berichterstattung
◾ oder es gibt unbewußt (manchmal auch bewußt) Interessen-gelenkte (-gebogene) „Fakten“.

An diese Art von gelenktem Journalismus haben wir uns so weit gewöhnt, daß wir nur selten das vage Gefühl haben…, daß es lieber etwas anders laufen sollte.

Derzeit muß man sagen:

Es gibt keine…
Pressefreiheit.

Alles, was hier für die Print-Medien gilt, gilt selbstverständlich auch für die digitalen Medien.

Der Journalismus ist ein Terminhandel, bei dem das Getreide auch in der Idee nicht vorhanden ist, aber effektives Stroh gedroschen wird.

– Karl Kraus

Ein Journalist kann in seinem Tun ein Segen für die Gesellschaft sein, wenn er bewußt ist und sich bezüglich seiner Tätigkeit niemandem und keiner Ebene verantwortlich fühlt, denn der höchsten, nämlich seiner Intelligenz (im besten Sinne gemeint).

Andernfalls – und das ist der status quo – bedient er die niederen Instinkte der Leser und Zuschauer und die Erwartungen des Verlegers.

Die Klientel der BILD mag eine etwas andere sein als die der FAZ und obwohl sich der Journalist sprachlich der Rezipienten-Klientel anpaßt: Die journalistische Funktionsweise ist immer die gleiche.

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Für die kommerziellen („sozialen“) Netzwerke gilt noch eine weitere Formel (die von der auflagenstärksten deutschen Tageszeitung bereits seit vielen Jahrzehnten angewendet wird): Je reißerischer und negativer die Botschaft, desto mehr Umsatz. Hier werden eigens dafür, zusätzlich noch Algorithmen zum einzigen Zweck eingesetzt, Gewinn-steigernd das kollektive Unbewußte zu stimulieren.

Haß-Botschaften sind viral funktionierende
Selbstläufer… mit hohem monetärem Wert.

Ergänzend dazu:  Medien  📌   und   Vernetzende Medien  📌

Auf Augenhöhe

Zunächst eine Frage: Ist der Vater mit seinem Neunjährigen auf Augenhöhe, wenn er ihm – trotz allen Flehens – den Autoschlüssel nicht in die Hand gibt?

Es ist eine wohlmeinende Idee, Jedermann auf Augenhöhe begegnen zu wollen und zu sollen. Damit sind Respekt, Achtung und Wertschätzung gemeint.

Am klarsten wird „Augenhöhe“ mit der indischen Geste Namasté  ausgedrückt, indem man sich bei gefalteten Händen für einen Moment wortlos in die Augen blickt. Das Ego ist hier so gut wie nicht beteiligt. Der Sinn dieser Begrüßungsform:

„Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.“ 

bettlerkind

Im Augenblick dieser Begrüßung
sind alle Unterschiede hinfällig.

Man begegnet sich, wenn auch nur für einen Moment dort, wo es keine Unterschiede gibt.

Denn in Wirklichkeit gibt es keine Unterschiede zwischen den Menschen. Nur an der Oberfläche ist es Realität, daß wir uns in den verschiedensten Gebieten auf unterschiedlichen Höhen bewegen.

Das betrifft den Bereich Wissen und Verstehen (Horizontale)
aber auch den Bereich Geistige Reife und Erkenntnis (Vertikale).

Ein Lehrer versteht seinen Job nicht, wenn er im jeweiligen Fach das Gefälle zu den einzelnen Schülern nicht klar erkennt. Das schließt die liebevolle Anerkenntnis ihrer Göttlichkeit ja keineswegs aus. Dennoch wird es ein paar Jahre dauern, bis sich Schüler und Lehrer komplett auf Augenhöhe begegnen können.

Augenhöhe ist vorrangig
eine Frage der inneren Einstellung,
der Bewußtheit und nicht bloß eine des Verhaltens.

Im Dialog kommen noch andere Dinge ins Spiel: Selbstbewußtsein, sprachliche Kompetenz, Sachkompetenz, Gefühle…

In einem Dialog auf der Erwachsenen-Ebene (4) wird man vorrangig in Bezug auf die anstehende Thematik kommunizieren und die emotionalen Empfindlichkeiten (2) außen vor lassen. Hier hat die Klarheit Vorrang vor den Gefühlen.

Wohlgemerkt: Klarheit kollidiert nicht mit der grundlegenden Achtung! Aber:

Niemals darf die Klarheit einer
Befindlichkeit geopfert werden!

Je höher die Reife einer Gesprächsrunde, desto mehr hält sie aus, desto weniger Regeln werden gebraucht. AV

Toleranz 📌
Geistige Reife 📌

Was ist Arbeit?

Arbeit = unterstützend

Arbeit ist zumeist unterstützend, sie ist nützlich und zum Teil sogar wichtig, aber keinesfalls wesentlich.

  1. Wesentliches
  2. Wichtiges
  3. Nützliches
  4. Unterstützendes
  5. Unwichtiges
  6. Überflüssiges
  7. Schädliches

Die Arbeit (Lohnarbeit) ist kein Selbstzweck. Sie bekommt erst als Unterstützendes – zum Beispiel durch die Förderung des Wohlstands des Individuums, der Familie und der Gemeinschaft – ihre Wichtigkeit.

Sollte hierbei aber plötzlich Freude aufkommen, befinden sich
der arbeitende Mensch sofort… im Bereich des Wesentlichen.

Das Selbe gilt, wenn Achtsamkeit geschieht, während der Arbeit.

ARBEIT kennt zwei Varianten:

  1. Anweisungs- und Erwartungs-gebundenes Schaffen und Gestalten. Diese Variante ist nützlich sowohl für den Arbeitgeber (Arbeits-Ergebnis), als auch für den Arbeitenden (Lohn).
  2. Freies Schaffen und Gestalten. Diese Variante steht sowohl für ein am Nutzen orientiertes Schaffen (Freier Landwirt), als auch für nutzloses Gestalten (Freier Künstler).

Vor dem Verdienen steht das Dienen.

– Henry Ford

Im Wort Verdienen ist das Wort Dienen bereits enthalten. Jedenfalls in der deutschen Sprache. Der Be-LOHN-ung geht dienendes Arbeiten voraus. Eine ganz andere Sicht auf die selbe Arbeit zeigt dieses Zitat:

Wer den ganzen Tag arbeitet…,
hat keine Zeit, Geld zu verdienen.

– John D. Rockefeller

Hier bezeichnet der Begriff „Arbeit“ keine abhängig dienende Tätigkeit, sondern eine – aufgrund anderer Fähigkeiten – selbstbestimmte.

Dieser Rockefeller-Satz hätte auch gut aus dem Mund des berühmten Tellerwäschers kommen können, der das Trockentuch an den Nagel gehängt hatte, weil er des Billiglohns überdrüssig geworden war.

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Arbeit = ist eingesetzte Zeit und Arbeitskraft, verkauft gegen Lohn. Sie ist kein Wert an sich, sondern hat nur unterstützende Funktion in Bezug auf den Komfort im Leben eines Menschen, innerhalb seiner ihn umgebenden Gesellschaft. (Aus der Perspektive des Arbeitenden)

Arbeit in diesem Sinne hält den Menschen in einer Art Sklaverei, in einer seine eigentlichen Bestrebungen behindernder Entfremdung, solange sie nur als die einzige mögliche Einkommensquelle gesehen werden kann.

Vorwiegend in ländlichen Gebieten unserer Erde sind es etliche Tiere wie Pferde, Kühe, Büffel, Elefanten, Esel, Maultiere und viele andere, die dem Menschen bei seiner Arbeit unterstützend halfen und zum Teil auch heute noch eingespannt werden.

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Maschinenkraft

Nach der Unterstützung durch die Tiere kam die einfache Maschine, z.B. die Dampfmaschine in das Leben der Menschen.

Diese Art Maschinen basieren auf Verbrennung.
Verbrennung = ist Transformation von Energie.

Maschinen sind
Energiewandler.

Kraft, Arbeit, Nirmalo,

Maschinenkraft ist das Ergebnis von Umwandlungen verschiedener Energie-Potenziale.

Hier, bei der mobilen Dampfmaschine namens Lokomotive (= der sich bewegende Ort) wandelt sich die Energie über viele Umwege (und bei einem, wie man hier sieht, letztlich miserablen Wirkungsgrad!) von der…

• Kraft der Sonne zur
• Kraft der Erde, zur
• Kraft der Pflanze, zur
• Kraft der Kohle, zur
• Kraft des Feuers, zur
• Kraft des Wassers, zur
• Kraft der Maschine, zur
• Kraft der Bewegung.

Schlußendlich wandelt die Maschine die „Zwischen-Energie“ in ihren Zweck um, in kinetische Energie. Mit der lassen sich nun die verschiedensten Dinge bewegen.

Und gerade jetzt läuft die nächste Revolution, jetzt kommen die etwas komplizierter funktionierenden Maschinen, jetzt folgt die…

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Autonome Automation

Viele routiniert ablaufende Arbeitsschritte können von lernenden Maschinen erledigt werden. Mit Hilfe von Algorithmen werden die einzelnen Arbeitsschritte in Daten umwandelt und die wiederum steuern dann präzise die Funktion der Maschinen.

Zwar gibt es immer noch Vieles, das heute noch nicht automatisiert werden kann, aber die Grenze verschiebt sich stetig und schneller in Richtung Robotik, in Richtung: Autonome Automation.

Die Wertschaffung erfolgt immer weniger durch Hand- oder Kopf-Arbeit der Menschen, dafür jetzt immer mehr durch maschinelle Produktion und Dienstleistung.

Aufgrund dieser Tatsache, daß zunehmend die Maschinen den materiellen Reichtum generieren, muß der Zuspruch des Einkommens der Menschen prinzipiell von ihrem Beitrag (Arbeit) zur Wertschöpfung getrennt werden.

Um den entstehenden massiven Wegfall von Lohn-Einkommen und -Steuern auszugleichen, bedarf es auf der einen Seite der Einführung eines bedingungslosen Basis-Einkommens und auf der anderen:

Maschinenarbeit muß im Verhältnis zu
ihrer Wertschöpfung besteuert werden.

In dem Maße, wie die Besteuerung des Maschinen-generierten Gewinns ansteigt, muß die Besteuerung der Lohn-Arbeit herunter gefahren werden.

Die Sorge um diese Balance, ist Aufgabe des Staates.

Arbeit  📌

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„Mein Vater hat mir beigebracht zu arbeiten – aber es nicht zu lieben. Ich habe nie gerne gearbeitet und ich leugne es nicht. Ich würde lieber lesen, Geschichten erzählen, Witze machen, reden, lachen – alles andere…  als arbeiten.“

— Abraham Lincoln