Eigentum

Mir geht es nicht darum, bekannt zu sein. Mir geht es um Klimagerechtigkeit und um einen lebenswerten Planeten. Unsere Zivilisation wird für die Chancen einer kleinen Gruppe von Menschen geopfert, die immer mehr Geld verdienen wollen.

– Greta Thunberg (vor Schülern in Katowice/Polen)

Wir verbeißen uns gerne mal an den überschaubar Wenigen, die das meiste verfügbare Geld verwalten und… den Hals immer noch nicht voll kriegen.

Gestern gab ich meinem Gast-Bolonka namens Djin ein Stück Wurst und wollte ihn platz-technisch ein wenig umdirigieren. Der deutete mein Insistieren wohl so, daß ich ihm dieses kleine Stück Wurst abspenstig machen wollte. Da hat er mir mal kurz seine Waffen gezeigt, seine Zähne, seine ganze Kraft und Kampfbereitschaft.

So ähnlich halten wir´s mit allem, was wir „Eigentum“ nennen. Hier zeigen wir unser wahres, unser archaisches Gesicht – ohne jeden kulturellen Schnickschnack.

Es ist mir klar, daß über das viele akkumulierte Geld auch Macht generiert wird – was ein gewisses Problem darstellt, weil diese… die staatliche Macht unterläuft.

Dennoch wäre es dumm, Ärger auf die Wenigen zu projizieren, sie quasi als Projektionsfläche zu mißbrauchen – indem wir unser eigenes Verhältnis zum Eigentum hochladen, nur um es uns nicht selber ansehen zu müssen, denn:

Prinzipiell (psychologisch) unterscheiden wir uns nicht gravierend von den wenigen Super-Reichen — bloß in den Möglichkeiten. 😮

Aus sehr vielen Gründen gleichzeitig… kommen wir jetzt nicht mehr umhin, uns dieses Themas anzunehmen. Jeder einzelne von uns. Ohne Ausnahme. Ob wir wollen, oder nicht. Es rollt bereits.

Zitat: „…kleinen Gruppe von Menschen … die immer mehr Geld verdienen wollen.“

Wir müssen zwischen Geld verdienen
und Reibach machen…  unterscheiden.

Aus Liebe zu den armen Reichen

„Es muß Arme geben, damit die Reichen das Gebot der Nächstenliebe überhaupt erfüllen können.“

– Aus einem Hirtenbrief

Ja, dann wären sie wohl arm dran, die Reichen, wenn ihnen die Objekte der Nächstenliebe ausgingen. Dann könnte ihnen niemand mehr helfen. 😲 Wer kann denn das schon wollen?! 

Auch bei uns engagieren sich viele Reiche im Umfeld der Suppenküchen für Arme: Also, liebe Arme, bleibt weiterhin brav arm: Es ist schließlich für einen guten Zweck.

So weit etwas Sarkasmus, das Zitat aus dem Hirtenbrief der Bischöfe Spaniens des Jahres 1954 betreffend.

Spende… ist herablassend.

Sie wird „von oben gegeben“ und ist (von akuten Umständen abgesehen) demütigend. Und sie wird, die Hände nach oben gereckt, „von unten dankbar angenommen“.

Es ist prinzipiell eine der vornehmsten Aufgaben des Staates – im Rahmen der Möglichkeiten – für das Gemeinwohl zu sorgen, also auch für die Grund-Voraussetzungen für ein würdiges Miteinanderleben.

Die „Tafeln“ gehören in die (dunkle) Geschichte.

Liebenden Herzen bleiben immer noch genug Möglichkeiten, sich ungehemmt zu entfalten.

Liebende brauchen
keineBedürftigen“.

 

Trog – oder Tafel

Es sieht aus wie liebevolles Handeln, aber die „Tafeln“ sind in Wirklichkeit eine für die Lieferanten lukrative Form der Abfall-Beseitigung.

Auf den ersten Blick sehen sie nach „kostenlos“, nach „Geschenk“, nach „großherziger Spende“ aus, sind aber nur schlecht kaschierter Hohn – jenseits jeglicher Philanthropie.

Denn letztlich werden diese Bürger mit Müll beworfen.
Etwas sachlicher formuliert: Man setzt ihn diesen vor.

Die Abfälle, die diese Menschen zu essen bekommen, hat meine Mutter früher den Schweinen in den Futtertrog gegeben.

Bei den „Lebensmitteln“, die an die Tafeln abgegeben werden, handelt sich um Waren, die für die Händler und Gastronomen keinerlei Wert mehr haben. Zu deren doppelten Vorteil: Gegen eine „Spenden“-Bescheinigung geben sie ihren Müll ab und sparen auf diese Weise Abfallbeseitigungskosten und… können den Mist dann auch noch steuerlich absetzen.

Eine weitere Mülltrennung findet anschließend bei den Tafeln – ebenfalls auf Kosten der Gemeinschaft – statt: Hierbei wandert ein Drittel sofort in die Mülltonne.

Eine Regierung, die Derartiges zuläßt oder gar fördert, hat sowohl das
Gemeinwohl als auch die Menschenwürde aus den Augen verloren.

Wem diese Art Familiensinn gefällt, wird womöglich auch den Fakt, daß man in anderen Ländern Menschen auf Müllhalden ihr Essen „stehlen“ läßt, als großzügige humanistische Geste ansehen?

Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr MIR getan.“ ~ Jesus v.N.

Die Würde des Menschen gebietet, daß wir Lebensmittel, die eine „durchschnittliche Mutter“ in die Bio-Tonne wirft, selbstverständlich nicht als „wohlwollende Spende“ deklarieren.

 

Armenspeisung

Suppen-Küchen“ sollten ausschließlich notfalls, also nur temporär existieren. Niemals dürfen sie zu einer Dauer-Einrichtung werden! Andernfalls haben wir es mit einem Systemfehler zu tun. Dann handelt es sich um ein Versagen des Staates: Er hat die Würde des Menschen nicht angemessen beachtet.

 

Staatsversagen

Das Versagen des Staates an dieser Stelle ist auch ein Versagen der Gesellschaft, denn sie ist es schließlich, die den Staat über ihre Abgeordneten bestellt hat. Sie muß die Aufgaben des Staates genau definieren und ihre Ausführung / Erfüllung begleitend beobachten, begutachten und nötigenfalls korrigieren.

Recht

„Es hat der Dieb ein freies Recht zum Raub, Wenn erst der Richter stiehlt.“

– William Shakespeare

Nein, hat er nicht. Das ist kindisches (2) Denken.

Vorbildliches Verhalten…
ist nicht von Vorbildern abhängig, sondern eine Frage der Reife:

Menschen mit der Geistigen Reife des Erwachsenen
orientieren sich nicht am (Fehl-) Verhalten anderer.

Wenn wir nur gut genug hinsehen, wissen wir alle ganz genau, wann wir uns übergriffig verhalten, wann wir die Sphäre des Anderen verletzen. Es bräuchte keine Rechtsstruktur zu geben.

Diebe, Recht, Rauben, Richter, Strafe… sind Elemente eines künstlichen Gebildes für den Fall, daß wir uns daneben benehmen, daß wir so tun, als wären wir Kinder, die sich selbst als das Wichtigste der Welt ansehen und noch nicht wissen, was richtig und was nicht richtig ist.

Daß andere genau so wichtig sind, wie wir selbst, will erst gelernt sein.

Doch von Menschen mit der Geistigen Reife des Erwachsenen (4) können wir erwarten, daß sie ohne Abhängigkeit von äußeren, aufoktroyierten Richt-Schnüren in den sozialen Interaktionen zurechtkommen.

Reife 📌

Achtung, Mengzi, Mäßigkeit, Nirmalo,

Gesetze – Ersatz für Weisheit

„Gott hat auf die Gesetzestafeln das geschrieben,
was die Menschen nicht in ihrem Herzen lasen.“

Aurelius Augustinus von Hippo

Gesetze – welcher Art auch immer – sind nur deswegen nötig, weil wir glauben, getrennt zu sein.

Die daraus resultierende Angst verleitet uns dazu, das Eigenwohl über das Gemeinwohl zu stellen. Damit überantworten wir uns den primitivsten Überlebens-Instinkten und deren Verformungen, die wir als Machtmißbrauch, Egoismus, Gier, Mißgunst und Geiz kennen.

Auf dieser Basis kann keine Gesellschaft funktionieren, die auf Zu-Frieden-heit, auf Balance, auf Harmonie aus ist: Es bilden sich Gruppierungen, die – auf Kosten der Allgemeinheit – das „Recht des Stärkeren“ durchsetzen.

Um dies zu verhindern, hat man den (starken) Staat geschaffen. Er wurde installiert, um – stellvertretend für alle, also im Namen aller – die stärkste ordnende Hand zu bilden.

Das „Recht des Stärksten“ wird nun in den Staat projiziert. Alle Kräfte müssen sich ihm und seinen Gesetzen unterwerfen, bzw. der Staat setzt sie machtvoll durch.

Um wiederum zu verhindern, daß der Staat selbst zum Despoten wird, ist es erforderlich, daß das Herz oder die Weisheit (sie sind letztlich Synonyme) nicht draußen vor den Parlamenten bleiben!

Bisher sollten „Parteien“ eine der Sicherungen vor möglichem Macht-Mißbrauch des Staates bilden. Inzwischen sind wir aber an einem Scheideweg angelangt:

Die Parteien selbst bilden die Blockaden, welche schnelle und intelligente Lösungen von Problemen verhindern und statt dessen über den Einfluß Dritter und deren nicht offen sichtlicher Interessen, zusätzlich neue generieren. Die eingangs genannten Auswüchse dringen über die Parteien und andere Interessengruppen immer stärker in die Parlamente ein.

Wir schulden es dem Bürger und dessen zunehmender Aufmerksamkeit und benötigen deshalb dringend…

  1. Weisheit in die Parlamente
  2. Echte (!) Bürgerbeteiligung
  3. Größtmögliche Transparenz

Echte (!) Bürgerbeteiligung  📌

Entfaltung

Bilde Menschen zu umfassend Gebildeten aus. Mache aus ihnen vielseitig kompetente und einfühlsame, vorausschauende und verantwortlich handelnde, in sich ruhende und starke beziehungsfähige Menschen.

– Prof. Gerald Hüther

Einwand: Die Menschen sind keine Objekte, die zu was auch immer „gemacht“ werden wollen. Hier zeigt er sich immer noch, dieser (nur leicht getarnt) gewalttätige Ansatz.

Die einzigen Pädagogen, die wir akzeptieren sollten, sind die liebenden. Einem wirklich Liebenden ist es so gut wie unmöglich, etwas falsch zu machen.

Liebe enthält alles, was in der Pädagogik gebraucht wird:

Sie will immer das Beste und entfaltet im Gegenüber Vertrauen. Sie kann gar nicht ohne die Achtung vor der Einzigartigkeit des Anderen. Unter ihrer Leitung kann das Potenzial jedes Einzelnen erkannt und in seiner Entfaltung unterstützt werden. Sie lädt die Heiterkeit ein und mit ihr die Freude am Lernen, am Erfahren und Erkennen. Ebenso die Neugierde und das Verstehen-wollen, die spielerische Interaktion, sowie die Lust am Gestalten.

Der Mentor von morgen ist psychologisch vorbereitet, in die aktuellen neurologischen Wissenschaften eingeführt und hat selber reichlich praktische Erfahrung in Meditation.

Das Eintrichtern von Wissen ist in gewisser Weise out.

Wichtiger ist die Einübung darin, sich in dem Chaos von Information intelligent zurecht zu finden, dabei ohne Anleitung (Lehrer) zu lernen und Wichtiges von Unwichtigem (und Falschem) unterscheiden zu können.

Die Kompetenz dafür ist bereits vorhanden. Sie braucht nur noch das passende Umfeld zu ihrer Entfaltung.

Ja, die Einführung in das Feld der Verantwortlichkeit (4) wird in allen Fächern einen bedeutenden Platz einnehmen. Auch hier ist die Kompetenz dafür bereits latent vorhanden.

Wir können nicht
nicht nicht lernen.
  
🌻

Siehe dazu die Beiträge:  Lernen 📌 und  Neue Schule 📌

Und…  Lernen macht Freude!

Die Kinder und Jugendlichen sollten um ihrer selbst willen, also grund- und anlaßlos wertgeschätzt werden und nicht nur wegen ihrer Bereitschaft, sich mit vermeintlichem Wissen und unseren intellektuellen Standard-Methoden füttern zu lassen.

Echte (!) Bürgerbeteiligung

„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“

– Art. 17 GrundGesetz

DAS reicht heute nicht mehr aus, denn „Bitten oder Beschwerden“ gehen (psychologisch) „von unten nach oben“. Und das liegt fern jeder Souveränität!

Das ist nicht Augenhöhe, sondern demütigend, das ist Abhängigkeit (2) von der „Gnade“ der „zuständigen Stellen“.

Der Artikel 17 wurde geschrieben, als bei uns noch das Autoritätsprinzip galt. Damals war es noch ausreichend, nur „Beschwerde einlegen“ zu dürfen. Aber dann begann die kollektive Rebellion gegen die Autoritäten, auch die gegen den „Vater Staat“. Und heute befinden wir uns in einer (zunehmend) reiferen, „erwachseneren“ (4) Situation:

Der Artikel 17 Grundgesetz muß jetzt – der Reife der Bundesbürger angepaßt – um die echte (!) Bürgerbeteiligung erweitert werden!

Bürgerbeteiligung, Nirmalo,

Die Details der Installationen für die Voraussetzung der wirklichen Bürgerbeteiligung lassen sich mittels neuester Kommunikations-Mittel und -Techniken vergleichsweise leicht und kostengünstig realisieren.

Politische Wahlen, sowie Volksabstimmungen sind keine echte
Bürgerbeteiligung, sondern eher eine Beleidigung der Intelligenz
und der Würde des interessierten und engagierten Bürgers. Die
bisher praktizierten Formen sind bewußt oder unbewußt gewählte
Formen der Vortäuschung von Beteiligung.

Wirkliche Bürgerbeteiligung
ist konstruktive Beteiligung.

§ 1 – Transparenz

Je nach (Steigerung von…) Bereitschaft, Gestaltungswillen und Kompetenz, sollten Initiativen, Begehren, Petitionen, Runde Tische, Mediationen, Kongresse, u.s.w. analog und per Internet/-Telefon für die Beteiligung ausnahmslos aller Bürger zur Verfügung stehen.

Alle diese Veranstaltungen sind ausnahmslos öffentlich und in Jetzt-Zeit – zumindest per TV & Internet – verfolgen zu können und über Mediatheken jederzeit zugänglich zu halten.

§ 2 – Kein Vorschlag zur Sache fällt unter den Tisch.

Jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit per Mail oder per Brief zu einem in Beratung befindlichen Problem/Projekt mit konstruktiven Vorschlägen oder begründeten Bedenken einzubringen.

Ebenso besteht auf gleichem Wege die Möglichkeit, ein Projekt anzustoßen oder auf ein Problem aufmerksam zu machen. Kein Vorschlag zur Sache fällt dabei unter den Tisch!

Die persönliche Anwesenheit ist dabei nicht erforderlich.

Auf welche Weise die Einlassung erfolgt, spielt keine Rolle, da es hier nicht auf die Person, sondern auf die Qualität und die Relevanz der Einlassung ankommt.

Ob diese per elektronischem Medium, per Anruf, per Brief oder per Wortmeldung erfolgt, ist gleichgültig. Für mögliche Rückfragen müssen entsprechende Erreichbarkeiten angefügt sein.

§ 3 – Jede Einlassung wird beantwortet.

Jede Einlassung wird beantwortet. Die Antwort enthält u.a. entweder den Hinweis, daß der Vorschlag bereits auf dem Tisch liegt, oder daß er zur Berücksichtigung herangezogen werden wird. Jede Einlassung bekommt einen Eingangs-IC, anhand dessen der Stand der Beratung jederzeit und überall eingesehen werden kann.

§ 4 – Entscheidungen werden plausibel begründet.

Alle Entscheidungen werden der Öffentlichkeit gegenüber plausibel begründet. Der Stand der Verhandlungen in der Sache ist via Internet permanent verfolgbar, ebenfalls die bereits verworfenen Vorschläge und die dazu gehörigen Begründungen.

§ 5 – Weiteres

5.1. Alle öffentlichen Veranstaltungen haben grundsätzlich ein zu bestimmendes Zeitkontingent an Möglichkeit zur Bürger-Beteiligung per Telefon oder Internet bereitzustellen.

5.2. Sollte es aus vorläufig unbekannten Gründen notwendig sein, eine Sitzung unter Ausschluß der Öffentlichkeit abzuhalten, muß die Nicht-Öffentlichkeit – überzeugend begründet – vor, während und nach der Sitzung öffentlich bekannt gegeben werden.

5.3. Zusätzlich zu den 95% Abgeordneten in den Parlamenten, sollten 5% der Anwesenden interessierte Bürger sein. Bei größerem Interesse entscheidet das Zufallsverfahren. Die Anmeldung erfolgt im Voraus per Internet oder Telefon.

5.4. Alle im Parlament befindlichen Personen (mit Ausnahme der Leitung und der Bediensteten) haben das gleiche Rede-Recht (und damit auch die gleiche Redezeit).

5.5. Mindestens 25% der Gesamt-Redezeit stehen (im Prinzip*) für Fragen zur Sache bereit.

§ 6 – Auftrag an die Medien

Der Stand der Beratungen und das spätere Ergebnis müssen der übrigen Bevölkerung über die (z.B. öffentlich-rechtlichen) Medien zusätzlich auf verständliche, aber wahrheitsgemäße Weise zurück gespiegelt werden.

Das Wahl-Recht muß dem (höherwertigenBeteiligungs-Recht weichen.


*) Im Prinzip = Jeder, sofern er möchte.