Hologramm

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„Der Moment ist atemporal, die Verknüpfung der Augenblicke erfolgt nicht in der Zeit, sondern in der impliziten Ordnung.“ – David Bohm

Ja, der Moment ist atemporal. Er kennt weder so etwas wie „Zeit“, noch kennt er (existenziell gesehen) einen Plural. Also gibt es da auch nichts zu verknüpfen.

Die Erfindung von verrinnender Zeit (durch Verknüpfung von Augenblicken) unternimmt der Verstand – ohne unser Zutun. Wie in einem Kasperl-Theater spielt er es uns bloß vor. Und wir glauben es ihm bereitwillig, bzw. naiv.

Zeit ist ein rein kognitives Konstrukt.

„Wenn wir in der Lage sind, alle Ansichten gleichermaßen zu betrachten, werden wir vielleicht fähig, uns auf kreative Weise in eine neue Richtung zu bewegen.“ – David Bohm

Universum, Ordnung & Verstand

„Wir finden ein Universum vor, das in einem unvorstellbaren Grad geordnet ist.“

– Markus Widenmeyer

Ja, diese Komplexität der „Ordnung“ ist uns unbekannt und unvorstellbar.

„Seine Ordnung gehorcht mathematischen Prinzipien, die der menschliche Geist erfassen kann.“

– Markus Widenmeyer

Das ist Quark. Ordnung, Gehorsam, Mathematik, Prinzip… sind sämtlichst Ideen unseres vorzugsweise linear funktionierenden menschlichen Verstandes. Wenn unsere Denk-Schablonen gelegentlich auf einen winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit zu passen scheinen, können wir „Heureka!“ rufen und Bücher füllen, haben damit aber noch nichts Relevantes verstanden.

Das Universum gehorcht nicht unseren kleinen mathematischen „Prinzipien“. Das ist einfach nur albern. Es würde ja voraussetzen, daß unsere mathematischen (logischen) Ideen größer wären als das Universum. 🤗

Unsere Haupt-Denk-Art ist linear. Das Universum zeigt uns aber seine Komplexität, die wir mit unseren Sinnen (incl. aller kognitiver Fähigkeiten) nicht erfassen, nicht einmal erahnen können.

Um das Universum wenigstens im Ansatz verstehen zu können, müßten wir mindestens spielend organisch denken können. Aber dafür ist unser Tages-Verstand nicht ausgelegt.

Einiges läßt sich mit unseren kindlichen „Prinzipien“ abbilden und manches funktioniert sogar „objektiv“. Hier können wir forschen und unseren Wohlstand (oder Untergang) generieren, aber verstanden haben wir bis dahin noch nichts. Blindes Herantasten an die Wirklichkeit unserer Existenz… trifft es schon eher.

Könnten wir auch nur ein klein wenig organisch denken, dann gäbe es z.B. keinen Plastik-Müll in den Meeren, denn dann gäbe es gar keinen Müll. Dann gäbe es keine Kernkraftwerke, also auch keinen radioaktiv strahlenden Abfall.

Die meisten Probleme generieren wir damit,
daß wir meistens linear, also logisch denken.

Das heißt nicht, daß uns nicht mehr zur Verfügung steht, doch alles Weitere geht dem Verstand über sein Fassungsvermögen.

Jeder Handwerker kennt die Begrenztheit seiner Werkzeuge – der Wissenschaftler offenbar noch nicht. Doch das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Arbeit! In der Wissenschaft genauso, wie im übrigen Handwerk.